Praxistest Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne

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In der Packung ist fast alles, was man für den ersten Drohnenflug braucht. Nur Batterien für die Fernbedienung fehlen.

So eine kleine Drohne ist der Traum vieler Technik-Nerds. Über den Online-Dienst Geschenkidee.de kann man die Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne für knapp 120 Euro bestellen. Aber macht das Teil denn auch Spaß? Für unseren Praxistest nehmen wir die Flugdrohne mit Fernbedienung mal mit nach draußen.

Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne – die Basics

Knapp 120 Euro, das kann auch als Geschenk für einen Jugendlichen noch manchmal drin sein. Tatsächlich ist die Flugdrohne für Nutzer ab 14 Jahre gedacht. Für den Preis bekommt man ein hübsches Geschenkset. Da ist alles (fast) enthalten, was man für den ersten Drohnenflug braucht: Die 13 × 3 × 13 cm große Flugdrohne, vier Ersatzpropeller, Akku mit Ladevorrichtung, Fernbedienung und sogar eine 1 GB-Micro-SD-Karte. Die Fernbedienung benötigt allerdings gleich sechs AA-Batterien, die man dazukaufen muss.

So nimmt man die Flugdrohne in Betrieb

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40 Minuten laden reichen für 5-7 Minuten Flugzeit.

Bevor die Drohne starten kann, muss der 380 mAh-Akku erst mal über geladen werden, beispielsweise an einem Computer. Einmal Aufladen dauert bei dem Lithium-Ionen-Akku etwa 40 Minuten. Daraus gewinnt man ein Flugzeit von fünf bis sieben Minuten. Wenn die rote Diode am Ladestecker erlischt, ist es so weit. Der Akku wird in den Bauch der Drohne gesteckt und mit einer zarten Steckverbindung aktiviert. Dann noch an der eindrucksvollen Fernbedienung den linken Hebel einmal rauf und dann runter, es gibt zwei Signaltöne, und die Drohne ist startklar. Mit demselben Hebel hebt das Fluggerät ab. Dabei ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn man den Joystick nämlich mit zu viel Schwung nach unten zieht, stürzt die Drohne einfach ab. Der rechten Controller steuert den Quadrocopter, dabei gibt der Hersteller für die 2,4 GHz-Fernbedienung eine Reichweite von bis zu 45 Metern an. Sie auszureizen haben wir uns allerdings nicht getraut. Denn über eine automatische Rückkehr-Funktion verfügt die Dron Droid AGMSD1500 nicht. Auch mit den zum Teil heftigen Windstöße auf unserem Fluggelände musste der Winzling kämpfen. Ein senkrechter Aufstieg ist uns an diesem windigen Nachmittag nicht gelungen.

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Die Fernbedienung kann man leicht erlernen.

Die Steuerung ist dagegen auch für Laien leicht zu erlernen. Denn im Grunde sind nur die zwei Controller wichtig. Die Rotoren können nicht einzeln angesteuert werden. Über die „Lean“ und „Turn“-Knöpfe kann man aber regulieren, wenn die Drohne in eine Richtung zieht oder seltsam rotiert. Wahlweise lässt sich die Fluggeschwindigkeit in drei Stufen ändern. Außerdem gibt es einen Knopf, mit dem die Drohne selbständig kleine akrobatische Flugmanöver ausführt. Sie sollte dafür aber mindestens 1,5 Meter von Boden entfernt sein.

Spektakuläre Fotos und Videos?

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Leider nicht so spektakulär: Die Bilder mit der Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne.

Eine Drohne nutzen die meisten Menschen, um damit Fotos und Videos aus der Vogelperspektive zu schießen. Auch im Dron Droid AGMSD1500 ist eine Kamera verbaut. Sie speichert auf Knopfdruck Fotos oder Videos auf die Micro-SD-Karte, die im Preis inbegriffen ist. Allerdings darf man hier nicht zu viel erwarten. Das liegt zunächst daran, dass die Kamera fest verbaut ist und eher in die Waagrechte zeigt.  Wohin genau, kann man allerdings während des Fluges als Operator nicht sehen. Denn die Fernbedienung hat ja keinen Bildschirm, der als Sucher verwendet werden könnte. Es gibt dafür auch keine Smartphone-App. Mit ihrer VGA-Auflösung (480 x 640 Pixel) ist die Bildqualität der Kamera auch eher auf dem Niveau eines Fotohandys von 2007.

Soll ich mir die Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne kaufen?

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Die Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne beim Testflug.

Mit knapp 120 Euro ist das Drohnen-Komplettset im Verhältnis sehr günstig. Drohnen für gehobene Ansprüche schlagen leicht mit mehreren hundert Euro zu Buche. Profi-Geräte können tausende Euro kosten. Angesichts des Preises muss man beim Dron Droid AGMSD1500 klar Abstriche machen. So sollte etwa der beabsichtigte Flugplatz möglichst windstill und gut einsehbar sein. Denn es gibt keine Such- und Sicherheitsfunktionen, wenn der Drohnen-Akku leer wird, oder die Drohne abstürzt.

Die Steuerung ist dagegen erfrischend einfach, und auch für Laien binnen Minuten zu begreifen. Ein Handbuch liegt der Verpackung bei. Es ist sogar auf Deutsch, aber leider ein bisschen knapp. Die Drohne ist einigermaßen stabil, ein paar kleinere Crashs bei unserem Probeflug steckte sie ohne Probleme weg. Dank vier Ersatz-Rotoren sind auch kleinere Schäden leicht auszubügeln.

Die Kamera-Leistung und -handhabung empfanden wir als verbesserungswürdig. Es ist natürlich wahrscheinlich durchaus drin, bei schönem Wetter du etwas Glück ganz ansehnliche Fotos zu machen. Uns ist es leider nicht gelungen. Alle in allem ist die Dron Droid AGMSD1500 Flugdrohne ein Einsteiger-Modell, mit dem man unkompliziert und ohne Vorkenntnisse binnen Minuten ausprobieren kann, ob einem der Drohnenflug zusagt. Und das ist ja schon mal eine Menge.

Techsonar dankt Geschenkidee.de für das Testmuster. Neugierig geworden? Wir verlosen unser Testexemplar.

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