
Smart Rings sind derzeit einer der spannendsten Trends im Bereich Gesundheit und Fitness. Sie messen Schlaf, Puls, Aktivität und weitere Vitaldaten. Dazu muss man keine Smartwatch tragen. Und braucht sich auch nicht dauernd um die Akkulaufzeit kümmern.
Der RingConn Gen 3 will dabei vor allem mit einem Argument punkten: Es gibt keine zusätzlichen Abo-Kosten. Im Alltagstest musste der smarte Ring zeigen, was er kann: ich nahm ihn mit zum Job, zum Sport – und natürlich auch in den Feierabend.
RingConn Gen 3: Die Basics
Der RingConn Gen 3 ist die dritte Generation des Smart Rings von RingConn. Der Hersteller setzt auf ein unauffälliges Design in Ringform, kombiniert mit umfangreichen Sensoren für Gesundheits- und Fitnessdaten. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten stehen sämtliche Funktionen ohne monatliche Zusatzgebühren zur Verfügung.
Sensoren

Zu den wichtigsten Funktionen gehören Schlaftracking, Herzfrequenzmessung, SpO₂-Messung, Hauttemperaturüberwachung, Stressanalyse und die Verfolgung von Aktivitätsdaten.
Neu hinzugekommen sind Hinweise auf mögliche Schlafapnoe-Muster, Trends zur Gefäßgesundheit und ein integrierter Vibrationsmotor für Erinnerungen oder Warnhinweise.
Akku

Der Ring liefert eine Akkulaufzeit von ca. 14 Tagen. Das universelle Ladecase, das im Preis inbegriffen ist, hat Power für bis zu 150 Tage. Unterwegs muss man also nicht unbedingt ein Ladekabel dabeihaben. Das Case eignet sich auch für frühere Generationen des RingConn-Rings.
Technische Daten RingConn Gen 3 im Überblick
- Titangehäuse mit hautfreundlicher Innenseite
- IP68- und 10-ATM-Wasserschutz
- Gewicht zwischen 2,5 und 3,5 Gramm
- Dicke von etwa 2,3 mm
- Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen
- Ladecase mit zusätzlichem Akku
- Unterstützung für Android (ab 10) und iPhone (ab iOS17)
- Synchronisation mit Google Health Connect und Apple Health
Preis und Verfügbarkeit

Der RingConn Gen 3 ist in fünf klassischen Farben zu haben. Man kann ihn in den (unternehmenseigenen) Größen 6 bis 15 bestellen. Dabei ist zu beachten, dass der Ring möglichst am Zeigefinger getragen werden soll. Wer seine Größe nicht kennt, sollte daher zunächst das Größen-Set bestellen. RingConn smarte Ringe und Zubehör lassen sich direkt beim Hersteller ordern. Alternativ bietet auch Amazon den Gesundheitsring für derzeit ca. 370 Euro an. (#VerdientProvisionen)
Test: Alltag mit dem RingConn Gen 3
Tragempfehlung

Für den Alltagstest trug ich den RingConn Gen 3 Smart Ring wie vom Hersteller empfohlen auf dem Zeigefinder der linken Hand. Der Hersteller empfiehlt die nicht-dominante Hand zu nutzen, damit der Ring nicht so leicht beschädigt wird. Mit ca. 2,3 mm Dicke und deutlich unter 4 Gramm Gewicht ist der Ring sehr angenehm zu tragen.
Robustheit und Wasserschutz
Die Außenseite des smarten Rings ist komplett aus Metall, auch an den Rändern. Daher wirkt der Gen 3 auch ziemlich stabil. Ich habe es jedenfalls in ca. 14 Tagen Testzeit nicht geschafft, auch nur einen Kratzer darauf zu verursachen. Beim Händewaschen behielt ich den Ring an, denn er ist nach IP 68 wasserfest, sogar bis 100 Meter Wassertiefe. Damit wäre er auch zum Schwimmen geeignet. Ich habe das allerdings nicht ausprobiert, weil ich zu viel Angst hatte, dass er beim Freestyle vom Finger rutscht.
App und Einrichtung

Die kostenlose App aus Google Play wurde auf unserem derzeitigen Redaktions-Testgerät, einem Motorola Edge 70 Max (Test) unter Android 16 installiert.
Die Einrichtung verlief problemlos über Bluetooth 5.0. Die RingConn-App kann nach dem Einrichten eines Kontos kostenlos genutzt werden. Sämtliche Messwerte sind also ohne Abo freigeschaltet. Das ist bei vielen Mitbewerbern nicht der Fall.
Die Verbindung mit Google Health Connect funktionierte ebenfalls problemlos, sodass Gesundheitsdaten zentral gesammelt werden können. Für mich ist die Integration in die Health-App ohnehin ein Muss, damit Schritte, Schlafdaten und weitere Werte automatisch am selben Ort landen gibt.
So gut funktioniert das Gesundheitstracking

Der Ring misst kontinuierlich Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Hauttemperatur und Sauerstoffsättigung. Daraus berechnet die App z.B. Erholungswerte, Stresslevel und Schlafqualität.
Besonders interessant ist die Schlafüberwachung. Der Ring erfasst Tiefschlaf-, REM- und Leichtschlafphasen sowie die Atemfrequenz. Zusätzlich lassen sich Hinweise auf Schlafapnoe erkennen. Allerdings ersetzt dies keine medizinische Diagnose. Auch Zyklus-Tracking wird unterstützt.
Neu beim Gen 3 sind die sogenannten Gefäßgesundheits-Trends. Dabei handelt es sich nicht um eine echte Blutdruckmessung. Stattdessen analysiert die App langfristige Entwicklungen anhand verschiedener Gesundheitsdaten. Für die Kalibrierung ist zunächst eine klassische Blutdruckmessung erforderlich.

Für aussagekräftige Ergebnisse muss der Ring allerdings über einen längeren Zeitraum getragen werden. Bei mir wurden sinnvolle Analysedaten nach etwa 7 Tagen kontinuierlicher Tragezeit in der App angezeigt. Deshalb gibt es in der App auch Abzeichen für konsequnetes Tragen.
Bei wichtigen Änderungen der Vitaldaten macht sich die Uhr durch Vibration bemerkbar, wenn man das in der App so aktiviert. Dabei lassen sich Ruhezeiten einstellen, damit man z.B. nachts nicht gestört wird.
Fitness und Sport: keine Sportuhr

Schritte und allgemeine Aktivitäten zeichnet der Ring in meinem Alltagstest zuverlässig auf. Die Ergebnisse sind nahe an denen einer Apple Watch. Andere Sporteinheiten musste ich in der App aktivieren, sonst bleiben selbst anstrengende Krafttraining- oder Vinyasa-Yoga-Sessions unentdeckt.
Es gibt derzeit auch nur 7 Sportarten zur Auswahl, meist im Bereich Laufen und Radfahren. Für Gelegenheits-Sportler kann das ausreichen. Doch schon etwas ambitionierte Freizeitsportler brauchen zusätzlich eine Smartwatch oder Sportuhr.
Wer dagegen vor allem seine allgemeine Gesundheit, Erholung und Schlafqualität überwachen möchte, wird mit dem Ring zufrieden sein.
Smarte Funktionen

Wie die meisten Smart Ringe auf dem Markt, kann auch der RingConn Gen 3 keine Benachrichtigungen vom Smartphone spiegeln.
Der Ring lässt sich auch nicht zum Bezahlen mit NFC (so funktioniert das) nutzen.
Datenschutz: Ein Punkt zum Nachdenken
Wie bei fast allen Gesundheits-Wearables werden die erfassten Daten in einer Cloud gespeichert und ausgewertet. Nutzer sollten sich deshalb überlegen, ob sie diese Art der Datenspeicherung akzeptieren möchten.
Bei Synchronisation mit Google Health und der RingConn-App landen die Daten gleich in zwei Cloud-Systemen in den USA und in China.
Fazit: RingConn Gen 3 ist für sparsame Gesundheitsbewusste

Der RingConn Gen 3 richtet sich an Menschen, die ihre Gesundheit und ihren Schlaf besser verstehen möchten, aber keine Lust auf eine weitere monatliche Gebühr haben. Im Alltag überzeugt er mich mit hohem Tragekomfort auch nachts und langer Akkulaufzeit. Außerdem sieht der Ring wirklich schön und hochwertig aus.
Die beim Tracking erhobenen, umfangreichen Gesundheitsdaten können dabei helfen, dass Träger des Rings besser auf Stress-Level oder Schwankungen im Energiehaushalt reagieren können. Die Angaben zur Gefäßgesundheit, Schlafapnoe-Neigung und Blutdruck-Entwicklung können dazu beitragen, bedenkliche Entwicklungen früh zu erkennen.
Kein zertifiziertes Gesundheitsprodukt
Beim Tragen das smarten Rings sollte man nie vergessen, dass es sich um ein Wellness-, und kein zertifiziertes Gesundheitsprodukt handelt. Das gilt nicht nur für den RingConn Gen 3 im Test. Sondern für fast alle Produkte dieser Kategorie. Bei auffälligen Änderungen ist es daher sinnvoll, sich an einen Arzt zu wenden.
Dabei kann man Hypochondern nur raten, auf Gesundheitsringe insgesamt zu verzichten. Die dauerhafte Überwachung von Vitaldaten kann sonst schnell zu für Laien beunruhigend klingenden Ergebnissen (oder auch einem falschen Sicherheitsgefühl) führen.
Vorteile RingConn Gen 3
- Keine Abo-Gebühren
- Sehr lange Akkulaufzeit
- Hochwertiges Titangehäuse
- Umfangreiches Schlaftracking
- Unterstützung für Android und iPhone
- Ladecase mit integriertem Zusatzakku
- Wasserdicht
- Synchronisation mit Google Health Connect und Apple Health
Nachteile RingConn Gen 3
- Sportracking nur basic
- Keine medizinisch genauen Messungen
- Gesundheitsdaten werden in der Cloud gespeichert
- Keine Benachrichtigungen aus anderen Apps
Test: Sonja Angerer
Transparenzhinwes: Der RingConn Gen 3 wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt.

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