Verbatim TruSound TWS Earbuds im Test: Viel Ausstattung für wenig Geld

Verbatim TruSound TWS Earbuds im Test: Flatlay
Ladecase und -Kabel sind im Lieferumfang der Verbatim TruSound TWS Earbuds im Test inbegriffen.

Nicht jeder möchte 200 Euro oder mehr für True-Wireless-Kopfhörer ausgeben. Die Verbatim TruSound TWS Earbuds wollen zeigen, dass auch deutlich günstigere Modelle moderne Funktionen wie Active Noise Cancelling (ANC), Multipoint-Kopplung und Bluetooth 6.0 bieten können. Sie kosten derzeit über Amazon ab ca. 25 Euro. (#VerdientProvisionen)

Im Alltagstest mussten die In-Ears unter anderem bei Telefonaten, Musik und Hörbüchern am Samsung Galaxy A16 5G (Vergleichstest) beweisen, was sie können.

Was können die Verbatim TruSound TWS Earbuds?

Die TruSound TWS Earbuds sind klassische In-Ear-Kopfhörer mit True-Wireless-Technik (Kaufberatung). Sie arbeiten komplett kabellos und werden in einem kompakten Ladecase transportiert und aufgeladen. Neben Bluetooth 6.0 unterstützen sie Active Noise Cancelling, also die aktive Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Diese soll laut Hersteller störende Geräusche um bis zu 22 dB reduzieren. Außerdem verfügen die Ohrhörer über vier Mikrofone für Telefonate und Online-Meetings.

Interessant ist die Multipoint-Funktion. Damit können die Earbuds gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden werden, beispielsweise mit Smartphone und Notebook. Das ist in dieser Preisklasse ziemlich selten.

Ausstattung auf dem Niveau teurerer Modelle

Verbatim TruSound TWS Earbuds testen: Laden
Die True-Wireless Kopfhörer laden per USB-Kabel an jedem Computer.

Verbatim setzt auf 10-mm-Treiber, einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz und ein Ladecase mit Aluminium-Gehäuse. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller bis zu sechs Stunden pro Ladung. Mit dem 300-mAh-Ladecase sind insgesamt bis zu 21 Stunden möglich.

Im Lieferumfang befinden sich die Ohrhörer, Ohrstöpsel in mehreren Größen, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel sowie eine Schnellstartanleitung. Die Earbuds wiegen jeweils nur vier Gramm, das Ladecase bringt 72 Gramm auf die Waage.

Einrichtung: So einfach geht es

Verbatim TruSound TWS Earbuds testen: Kopplung (Screenshot)
Die Kopplung der Ohrhörer erfolgt im Test über die Android-Einstellungen.

Die Installation verlief im Test angenehm unkompliziert. Eine spezielle App gibt es nicht, sie wird aber auch nicht benötigt. Nach dem ersten Öffnen des Ladecases wechseln die Earbuds automatisch in den Kopplungsmodus. Das Smartphone erkennt sie sofort.

Besonders positiv: Die Kopplung funktionierte mit dem Samsung Galaxy A16 5G unter Android 16 problemlos. Auch Sprachansagen unterstützen beim Verbindungsaufbau.

Wer keine zusätzlichen Apps mit Registrierung nur für einen Kopfhörer installieren möchte, dürfte diesen Ansatz schätzen.

Alltagstest: Telefonieren, Hörbücher und Musik

Im Alltag hinterließen die TruSound TWS Earbuds insgesamt einen guten Eindruck. Besonders bei Anrufen konnten sie punkten. Das Vier-Mikrofon-System sorgt für eine klare Sprachübertragung, sodass Gesprächspartner Stimmen deutlich verstehen können.

Die Steuerung erfolgt komplett über Touch-Bedienung direkt auf den Ohrhörern. Hier zeigt sich allerdings auch eine kleine Schwäche: Da je nach Anzahl der Berührungen unterschiedliche Befehle ausgelöst werden, muss man sich die Bedienung zunächst merken. Im Alltag klappt das nach kurzer Eingewöhnung zwar zuverlässig, ganz intuitiv ist das System aber nicht.

Praktisch: Auch Sprachassistenten lassen sich direkt über eine längere Berührung am linken Kopfhörer aufrufen. Das funktionierte im Test zuverlässig.

Wie gut arbeitet das ANC?

Verbatim TruSound TWS Earbuds Im Alltagstest : ANC
Die 3 ANC-Modi aktiviert man über den rechten Ohrhörer.

Die Kopfhörer unterstützen drei Modi: ANC aktiviert, ANC deaktiviert und Transparenzmodus. Der Wechsel funktioniert direkt über die Touch-Steuerung am rechten Ear Bud. Im Alltag erwies es sich als sinnvoll, die Umschaltung bei pausierter Wiedergabe vorzunehmen. Dann reagierten die Earbuds recht zuverlässig.

Die Geräuschunterdrückung arbeitet ordentlich und reduziert typische Alltagsgeräusche spürbar. Im Büro, im Zug oder beim Spaziergang wirkt die Umgebung etwas ruhiger. Allerdings erreichen die TruSound TWS Earbuds nicht das Niveau deutlich teurerer Premium-Kopfhörer von Herstellern wie Sony, Bose oder Apple.

Für ihre Preisklasse ist die ANC-Leistung dennoch überraschend gut.

Klang: Gut für unterwegs, nicht für HiFi-Fans

Beim Klang zeigen die Verbatim-Kopfhörer ebenfalls, wo ihre Zielgruppe liegt. Musik klingt ausgewogen und ausreichend druckvoll für unterwegs. Hörbücher und Podcasts profitieren von einer guten Sprachverständlichkeit.

Im direkten Vergleich mit deutlich teureren Modellen fällt aber auf, dass die Mitten teilweise etwas schrill wirken können. Wer audiophile Ansprüche hat oder jede Feinheit in hochauflösenden Musikaufnahmen hören möchte, wird hier nicht vollständig glücklich werden.

Für Sport, Pendeln, Reisen oder die tägliche Nutzung im Alltag reicht die Klangqualität jedoch völlig aus.

Multipoint als heimlicher Star

Verbatim TruSound TWS Earbuds Im Alltagstest : Samsung Galaxy A16
Für den der Verbatim TruSound TWS Earbuds kam ein Samsung Galaxy A16 zum Einsatz.

Besonders gefallen hat die Multipoint-Funktion. Im Test funktionierte die automatische Umschaltung zwischen zwei Geräten sogar über unterschiedliche Betriebssysteme hinweg zuverlässig. Wer regelmäßig zwischen Smartphone, Tablet oder Notebook wechselt, spart sich dadurch ständiges Neuverbinden.

Gerade bei günstigen Kopfhörern ist diese Funktion noch selten zu finden und wird deshalb für viele Nutzer ein echter Mehrwert sein.

Für wen eignen sich die TruSound TWS Earbuds?

Die Verbatim TruSound TWS Earbuds richten sich vor allem an preisbewusste Nutzer. Sie eignen sich besonders:

  • als günstige Alltagskopfhörer
  • für Pendler und Reisende
  • als Zweitgerät im Urlaub
  • für Kinder und Jugendliche
  • für Nutzer, die Multipoint und ANC ausprobieren möchten
  • für Menschen, die unkomplizierte Technik ohne zusätzliche App bevorzugen

Fazit

Die Verbatim TruSound TWS Earbuds überraschen positiv. Für rund 25 Euro bieten sie Funktionen, die man normalerweise eher bei deutlich teureren Modellen erwartet: ANC, Bluetooth 6.0, Multipoint-Kopplung, vier Mikrofone und ein stabiles, hochwertig wirkendes Metall-Ladecase.

Zwar erreichen weder Klang noch Geräuschunterdrückung Premium-Niveau, doch das wäre in dieser Preisklasse auch unrealistisch. Wer unkomplizierte Bluetooth-Kopfhörer für Alltag, Urlaub, Sport oder Schule sucht, erhält hier aber ein sehr gutes Gesamtpaket.

Vorteile

  • Sehr günstiger Preis
  • Bluetooth 6.0
  • Multipoint-Unterstützung für zwei Geräte
  • Vier Mikrofone für klare Telefonate
  • Solides ANC
  • Keine App erforderlich
  • Hochwertiges Metall-Ladecase
  • Einfache Einrichtung ohne App

Nachteile

  • Klang nicht auf HiFi-Niveau
  • ANC deutlich schwächer als bei Premium-Modellen
  • Touch-Bedienung benötigt Eingewöhnung

Test: Sonja Angerer
Transparenzhinweis: Die Verbatim TruSound TWS ANC Earbuds wurden mit für den Test zur Verfügung gestellt.

Wie wir bei Techsonar testen

Bei Techsonar folgen unsere Testberichte einem klaren Prinzip: Wir prüfen Technik so, wie Menschen sie tatsächlich nutzen. Statt Geräte nur kurz auszupacken oder rein auf Laborwerte zu schauen, nehmen wir sie mit in unseren redaktionellen Alltag. Das bedeutet: Smartphones wandern mit uns durch Stadt und Land, Kopfhörer begleiten uns auf dem Weg ins Büro, Wearables laufen über Wochen bei echten Aktivitäten mit – nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch beim Einkaufen oder auf Reisen. Nur so zeigt sich, wie Produkte im realen Leben funktionieren.

Unsere Alltagstests dauern in der Regel mindestens eine Woche, häufig deutlich länger. Je komplexer ein Gerät ist, desto mehr Zeit geben wir uns, um typische Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Bei smarten Home-Geräten testen wir oft mehrere Wochen, um Updates, Routinen oder Energieverbrauch besser bewerten zu können. Wichtig sind uns dabei vor allem Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit, Leistung im Alltag und ein Gefühl dafür, wie gut Produktversprechen tatsächlich eingehalten werden.

Der Unterschied zwischen einem Alltagstest und einem Labortest ist fundamental:
Ein Labortest misst unter kontrollierten Bedingungen. Er liefert exakte Werte wie Displayhelligkeit, Akkukapazität, Lautstärke oder Messgenauigkeit. Das ist wichtig – aber oft nur die halbe Wahrheit. Ein Alltagstest zeigt dagegen, wie sich ein Gerät anfühlt, wie intuitiv es ist, ob es nervt, begeistert oder überrascht. Dinge wie Tragekomfort, Software-Bugs, echte Akkulaufzeit oder Verhalten unter Stress lassen sich im Labor kaum realistisch abbilden.

Gerade deshalb bieten Alltagstests den meisten Menschen mehr relevante Informationen. Die Mehrheit unserer Leserinnen und Leser möchte wissen: Funktioniert das Produkt in meinem täglichen Leben? Lohnt sich der Kauf? Passt es zu meinen Gewohnheiten? Genau diese Fragen beantworten wir – praxisnah, ehrlich und mit viel Erfahrung aus der redaktionellen Nutzung heraus.

Über Sonja Angerer 1.527 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.

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