Etikettendrucker fürs Smartphone: Callstel ELD-100.app Label Printer

Etikettendrucker Test Callstel Pearl
Etikettendrucker Test Callstel Pearl - Packaging
Der Label Printer kommt mit Ladekabel und einer Rolle Aufkleber.

Blumen und Stecklinge kennzeichnen, endlich das Gewürzregal aufräumen: Ein Label Printer ist da ziemlich praktisch. Das Modell Callstel ELD-100.app (über Pearl) druckt spritzwassergeschützte Etiketten und kann mit in den Hobbykeller. Zeit ihn sich mal anzuschauen. Von Sonja Angerer

An die Präge-Label erinnert man sich noch aus Opas Werkstatt, heute werden Label längst gedruckt. Das passiert meist im Thermodruck  oder im Inkjetdruck. Das Ergebnis sieht man beispielsweise an den Gepäck-Labeln am Flughafen, oder auch an manchen alten Gemüsewaagen im Supermarkt. Doch kleine Etikettendrucker gibt es längst auch für zuhause. Das Modell Callstel ELD-100.app mit Smartphone-App für Android- und iOS-Geräte ist dabei besonders günstig. Für unseren Praxistest kopple ich es an unseren Redaktionsandroiden Motorola Edge 20 Pro.

Etikettendrucker am Motorola-Smartphone einrichten

Etikettendrucker Test Callstel Pearl - Beschriftung
Die Etiketten designt man ganz einfach auf dem Smartphone.

Die zum Callstel ELD-100.app gehörige Niimbot-App wurde bei Google Play mehr als 100.000mal herunterladen und mit 4,2 Sternen bewertet. Auf unserem Android-11-Motorola ließ sie sich problemlos installieren. Der Drucker heißt in der App D110, so steht es auch auf dem Karton. In der Verpackung liegt ein kurzen USB-C-Ladekabel, aber kein Netzteil bei. Denn man kann den Akku-Drucker einfach am Handy-Ladegerät oder am Laptop anstecken. Einmal aufgeladen, beträgt die Akkulaufzeit bis zu fünf Stunden. Eine rolle mit weißen Labeln im Format 40 x 15 mm ist bereits eingelegt. Weil auch der Drucker-Akku schon vorgeladen ist, kann es gleich losgehen.

Label Printer Test Callstel Pearl - QR-Code
Man kann mit dem Callstel ELD-100.app Label Printer auch QR-Codes und Grafiken drucken.

Die Verbindung zwischen Smartphone und Drucker soll direkt in der App erfolgen. Das wollte bei uns zunächst nicht klappen. Nach dem Koppeln als neues Gerät in dem Android-Einstellungen war die Verbindung mit dem D110 (bzw. dem Callstel ELD-100) dann aber auch in der App stabil da.

So druckt man mit dem Labelprinter

Die App ist in Deutsch, und ziemlich selbsterklärend. Man kann die Etiketten-Vorlagen selbst anlegen, indem man Format und Art selbst eingibt, oder den Barcode auf der Verpackung der Roll mit unbedruckten Labels scannen.

Label Printer Test Callstel Pearl - Bänder
Ein Band Aufkleber ist in der Packung bereits inbegriffen.

Bei unserem Testgerät waren nur weiße Rollen mit Aufklebern dabei, es gibt aber als Zubehör auch farbige zu kaufen. Die eignen sich beispielsweise für Bullet Journals, oder auch Schul / Studienmaterial. Gedruckt wird immer nur Schwarzweiß, denn das Funktionsprinzip des Callstel ELD-100 ist Thermodruck. Ähnlich wie beim Kassenzettel entstehen Schriften oder Grafiken, indem eine hitzeempfindliche Schicht vom Druckkopf aktiviert wird. Deshalb funktioniert der Label Printer von Pearl nur mit den passenden, BPA-freien Rollen. Er benötigt aber kein weiteres Verbrauchsmaterial wie etwa eine Tintenkartusche. Die Drucke haben eine maximale Auflösung von 203 dpi und sollen bis zu zehn Jahre halten. Sie sind spritzwasserfest und unempfindlich gegen Fett.

Design auf kleinem Raum

Label Printer Test Callstel Pearl - Clipart
Von Design bis zur Aufkleber in Sekunden mit dem Etikettendrucker.

In der App kann man sein Etikett ziemlich einfach bearbeiten, und etwa Schriftart, -ausrichtung und -größe ändern. Zur Auswahl steht etwa ein Dutzend westlicher und noch einmal mindestens so viele asiatische Fonts. Man kann außerdem einen QR-Code erstellen und hinzufügen. Wahlweise lassen sich auch mitgelieferte Icons und eigene Bilder hinzufügen, Excel-Listen anbinden oder Seriennummern beim Mehrfach-Druck generieren.

Das ist zwar auf dem Smartphone manchmal ein bisschen fitzelig, geht aber überraschend gut. Ganz gelegentlich stolpert man über einen seltsam übersetzten Ausdruck, oder auch chinesische Schriftzeichen. Mich hat es nicht gestört. Mit der Zeit bekam ich richtig Spaß an der App, und druckte etwa Comic-Label für das etwas langweilige Backcover unseres Motorola Edge 20 Pro. Wer seine Designs und Vorlagen speichern will, muss sich allerdings in der App registrieren.

Etiketten Ducker testen
Individuell: Aufkleber aus dem Etiketten Drucker auf unserem Motorola Edge.

Als ich in unserem Lagerraum Testmuster beschriftete, stellte der nur ca. 350 Gramm schwere Drucker auch gleich noch seine Ausdauer unter Beweis. Denn obwohl ich mehr als ein Dutzend Etiketten druckte, zeigte der Akku kaum Stromverbrauch.

Soll ich mir den Callstel ELD-100.app Label Printer kaufen?

Mit nur knapp 33 Euro ist der Etikettendrucker fürs Smartphone ein ziemlich bezahlbares Gadget, das noch dazu erstaunlich viel Spaß macht. Hefte und Bücher kennzeichnen, endlich Ordnung im Kleinteileregal? Das geht mit dem Callstel ELD-100.app ausgesprochen problemlos, denn die flotten Etiketten lassen alles gleich sauber und aufgeräumt aussehen. Vielleicht wäre eine etwas größere Druckbreite als die derzeitigen 12 mm noch schön. Insgesamt aber ein tolles und vor allem wirklich nützliches Gerät, das einem erstaunlich schnell ans Herz wächst!

Über Sonja Angerer 1017 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.

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