Open Ear-Kopfhörer im Vergleich: Skullcandy Push 720 Open und Moto Buds Loop

Vergleich: Skullcandy Push 720 Open und Moto Buds Loop (Aufmacher)
Vergleich: Skullcandy Push 720 Open und Moto Buds Loop (Cases)
Vergleich: Textil-Case bei Skullcandy, glänzender Kunststoff bei Motorola.

Open-Ear-Kopfhörer haben unterwegs einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen es dir, deine Umwelt weiterhin wahrzunehmen. Doch welches Modell ist das richtige für dich? Ich vergleiche zwei aktuelle Headsets, und zwar Skullcandy Push 720 Open (Test) und Moto Buds Loop (Test).

Vergleich Skullcandy Push 720 Open und Moto Buds Loop:  Design und Tragekomfort

Beide Modelle setzen auf ein sogenanntes Open-Ear-Design. Das bedeutet: Die Kopfhörer liegen nicht im Ohr, sondern davor oder daneben – ideal, wenn Du beim Spazierengehen, im Büro oder beim Sport noch mitbekommen willst, was um Dich herum passiert.

Fitting in App (Moto Buds Loop)
Fitting in der App bei den Moto Buds Loop.

Die Skullcandy Push 720 Open werden mit einem Clip-System hinter dem Ohr befestigt. Das wirkt anfangs ungewohnt, sitzt aber sicher und angenehm – auch bei Bewegung. Das Case ist recht ungewöhnlich, denn es ist aus Textil.

Die Moto Buds Loop hingegen liegen locker vor dem Gehörgang und drücken nicht. Besonders beim Walken oder Biken in der Stadt ist das sehr praktisch. Das Kunststoff-Case passt in viele Accessoires, die eigentlich für AirPods gedacht sind.

Klangqualität

Skullcandy App: Equalizer
Beide Apps bieten einen Equalizer, der Bass bei Skullcandy wirkt aber mächtiger.

Wenn Du gerne Hörbücher, Podcasts oder Popmusik hörst, wirst Du mit beiden Modellen zufrieden sein. Die Moto Buds Loop liefern einen klaren, angenehmen Klang – unterstützt durch Technik von Bose. Für echte Bass-Fans sind die Skullcandy Push 720 Open aber die bessere Wahl: Sie bieten etwas mehr Wumms im Tieftonbereich. Beide Kopfhörer bieten kein ANC, das wäre bei dieser Bauform auch sinnlos.

Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit

Geöffnete Cases Moto und Skullcandy
Sowohl das Case wie auch die Ear Buds sind bei Skullcandy etwas größer.

Die Moto Buds Loop halten bis zu 8 Stunden durch, mit Ladecase sogar 37 Stunden. Praktisch: 10 Minuten Laden reichen für 3 Stunden Musik. Die Skullcandy Push 720 Open kommen auf 6 Stunden, mit Case auf 30 Stunden – also etwas weniger, aber immer noch alltagstauglich.

Beide Modelle sind wasser- und schweißresistent (IP67), also auch für Sport oder einen Regenspaziergang geeignet. Sie werden über mitgelieferte USB-C-Kabel geladen, das Skullcandy-Headset lässt sich außerdem kabellos auf einem qi-kompatiblem Ladepad nachladen.

Bedienung und Apps

Skullcandy App in Google Play (Screenshot)
Ohne App lässt sich der Skullcandy Push 720 Kopfhörer nicht koppeln.

Die Skullcandy Push 720 Open lassen sich über eine App anpassen, inklusive Equalizer und Soundprofilen. Auch Multipoint-Pairing (zwei Geräte gleichzeitig) ist möglich.

Die Moto Buds Loop sind in die Moto Smart Connect App eingebunden. Besonders cool: Wenn Du auch eine Moto Watch Fit nutzt, kannst Du die Kopfhörer direkt über die Uhr steuern. Die Bedienung direkt an den Buds ist allerdings etwas fummelig – vor allem, wenn Du Dir nicht merken willst, wie oft Du tippen musst.

Fürs Koppeln der Skullcandy-Kopfhörer benötigst du zwingend die App. Das bedeutet, dass sie sich nicht mit einem PC oder Mac verbinden lassen, sondern nur an Tablets oder Smartphones unter iOS oder Android.

Vergleich Skullcandy Push 720 Open und Moto Buds Loop: Preis und Varianten

Moto-App (Bedienungsanpassung)
In den Apps kann man die Gestensteuerung anpassen.

Die Skullcandy Push 720 Open kosten rund 120 Euro – ein fairer Preis für die gebotene Leistung. Die Moto Buds Loop starten bei etwa 130 Euro, es gibt aber auch eine limitierte Version mit Swarovski-Steinen für rund 260 Euro (#verdientProvisionen)

 

Auf einen Blick: Moto Buds Loop vs. Skullcandy Push 720 Open

Merkmal Moto Buds Loop Skullcandy Push 720 Open
Tragekomfort Liegen locker vor dem Ohr, sehr bequem Clip-System hinter dem Ohr, sicherer Halt
Case Kunststoff Textil, mit Karabiner
Klangqualität Klarer Sound, gute Sprachverständlichkeit, Bose-Technik Etwas basslastiger, ideal für Musikliebhaber
ANC Nein Nein
Akkulaufzeit 8 Std. ohne Case / 37 Std. mit Case 6 Std. ohne Case / 30 Std. mit Case
Laden Schnellladen 10 Min. Laden = 3 Std. Musik Auch kabellos (Qi-Standard)
Wasserfestigkeit IP67 – gegen Wasser und Schweiß geschützt IP67 – gegen Wasser und Schweiß geschützt
App & Steuerung
  • Moto Smart Connect App, auch über Moto Watch steuerbar
  •  iOS und Android
  • Auch mit PC/ Mac  über Einstellungen zu koppeln
  • Skullcandy App mit Equalizer und Multipoint-Pairing
  • iOS und Android
Funktionen
  • Assistent
  • kann auch per Moto Watch Fit gesteuert werden
  • Equalizer
  • Assistent
  • Fernsteuerung für Smartphone-Kamera
  • Equalizer
Design und Farben
  • Grün
  • Limited Edition Swarovski
Schwarz
Preis ca. 130 € (Standard), Swarovski-Edition ca. 260 Euro ca. 120 €
Zielgruppe Style- und Smartwatch-Fans Musikliebhaber und Sportaktive

Fazit: Welche Open Eear Kopfhörer sind die richtigen für Dich?

Skullcandy Push 720 Open im Test: Textiles Case
Ungewöhnlich: Das textile Case der Skullcandy Push 720 Open Kopfhörer.

Wenn Du viel Wert auf Bass und eine einfache Bedienung legst, sind die Skullcandy Push 720 Open eine gute Wahl.

Wenn Du ein stylisches Design, Bose-Klang und ein vernetztes Erlebnis mit Smartwatch und Smartphone suchst, könnten die Moto Buds Loop besser zu Dir passen.

Beide Modelle sind alltagstauglich, bequem und bieten Dir ein gutes Hörerlebnis – ganz ohne Technikstress.

Wie wir bei Techsonar testen

Bei Techsonar folgen unsere Testberichte einem klaren Prinzip: Wir prüfen Technik so, wie Menschen sie tatsächlich nutzen. Statt Geräte nur kurz auszupacken oder rein auf Laborwerte zu schauen, nehmen wir sie mit in unseren redaktionellen Alltag. Das bedeutet: Smartphones wandern mit uns durch Stadt und Land, Kopfhörer begleiten uns auf dem Weg ins Büro, Wearables laufen über Wochen bei echten Aktivitäten mit – nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch beim Einkaufen oder auf Reisen. Nur so zeigt sich, wie Produkte im realen Leben funktionieren.

Unsere Alltagstests dauern in der Regel mindestens eine Woche, häufig deutlich länger. Je komplexer ein Gerät ist, desto mehr Zeit geben wir uns, um typische Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Bei smarten Home-Geräten testen wir oft mehrere Wochen, um Updates, Routinen oder Energieverbrauch besser bewerten zu können. Wichtig sind uns dabei vor allem Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit, Leistung im Alltag und ein Gefühl dafür, wie gut Produktversprechen tatsächlich eingehalten werden.

Der Unterschied zwischen einem Alltagstest und einem Labortest ist fundamental:
Ein Labortest misst unter kontrollierten Bedingungen. Er liefert exakte Werte wie Displayhelligkeit, Akkukapazität, Lautstärke oder Messgenauigkeit. Das ist wichtig – aber oft nur die halbe Wahrheit. Ein Alltagstest zeigt dagegen, wie sich ein Gerät anfühlt, wie intuitiv es ist, ob es nervt, begeistert oder überrascht. Dinge wie Tragekomfort, Software-Bugs, echte Akkulaufzeit oder Verhalten unter Stress lassen sich im Labor kaum realistisch abbilden.

Gerade deshalb bieten Alltagstests den meisten Menschen mehr relevante Informationen. Die Mehrheit unserer Leserinnen und Leser möchte wissen: Funktioniert das Produkt in meinem täglichen Leben? Lohnt sich der Kauf? Passt es zu meinen Gewohnheiten? Genau diese Fragen beantworten wir – praxisnah, ehrlich und mit viel Erfahrung aus der redaktionellen Nutzung heraus.

Text: Sonja Angerer

Transparenzhinweis: Die Kopfhörer wurden mir für Tests zur Verfügung gestellt. 

Über Sonja Angerer 1346 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.