Praxistest Tile Sport: Der Tracker, der nicht wasserscheu ist

Tile Sport Hero Shot

Tile Sport: Vergesslich? Ich doch nicht!

Tile Sport in VerpackungSchon klar, wir sind (noch) nicht vergesslich. Aber in diesem hektischen Leben passiert es eben doch, dass der Hausschlüssel am Schreibtisch im Büro liegen bleibt. Oder das Brillen-Etui auf der Fensterbank im Flur. Oder gar die Handtasche im Restaurant. Ganz zu schweigen vom Smartphone, das ganz bestimmt irgendwo im Haus ist, aber stumm geschaltet – und das man deshalb nicht anhand des Klingeltons aus den Tiefen der Couch fischen kann.

Von Tile gibt es deshalb schon seit einigen Jahren ein Produktfamilie an Trackern, Techsonar hat auch das Tile Mate-Modell bereits im Hands-on gehabt.

In der neuen Pro-Serie gibt es nun mit dem Modell „Sport“ einen Tracker, es der nach Herstellerangaben bis zu 30 Minuten im 1,50 Meter tiefen Wasser aushält. Das ist deal für Outdoor-Freunde, oder überhaupt in der nassen Jahreszeit. Zum Schwimmen oder gar Tauchen eignet er sich dagegen nicht.

Im Vergleich zum Tile Mate soll sich der Tile Sport doppelt so laut bemerkbar machen, und auch eine 2x größere Reichweite haben. Aber dazu muss man ihn natürlich erst einmal mit einem Smartphone unter Android oder iOS koppeln. Für unser Hands-on ist das ein HTC unter Android 7.0.

Schlüssel suchen über die App

Tile Sport Screenshot
In der App kann man den Klingelton des Tile Sport Trackers einstellen.

Die kostenlose App bittet nach dem Download erst mal zur Anmeldung. Das Tile Sport ist dann per Bluetooth schnell gekoppelt. Wer mag, kann bei der Gelegenheit gleich mal den Klingelton des Trackers anpassen. Das ist besonders dann nützlich, wenn man mehrere davon nutzt, Denn praktischerweise gibt es die gesamte Produkt-Range auch im Multi-Pack.

Die App kann auch als Smartphone-Schutz konfiguriert werden: Das verloren gegangene Gerät kann auf Wunsch eine Nachricht an den Finder anzeigen. Mit einem beherzten Doppeldruck auf das Tile Sport lässt sich außerdem ein ziemlich lauter Klingelton auf dem Handy abspielen, selbst wenn dieses eigentlich stumm geschaltet wurde. Wie praktisch!

Die Ortungsdienste können auch im Web-Browser genutzt werden, vorausgesetzt natürlich, man hat seine Log-ins parat. Eine gewisse Überschneidung zu den Android- und iOS-Sicherungsfunktionen ist dabei nicht von der Hand zu weisen.

Die Tile-Community hilft

Tile One Screenshot SuchenBei verlorenen Gegenständen, die mit einem Tile gesichert sind, soll hingegen die Community helfen. Wenn die Funktion „Bei Fund benachrichtigen“ aktiviert ist, erfolgt eine anonymisierte Meldung, wenn ein anderer Tile-Nutzer in die Nähe des Trackers kommt. Über die App gibt er so den momentanen Standort des abhanden gekommenen Tiles an den Besitzer durch.

Es ist auch möglich, ein Tile zu teilen, so dass es mit mehreren Mobilgeräten, etwa in einer Familie, verbunden ist. Dadurch erweitert sich die Suchreichweite.

Ein großes Manko hat die Sache allerdings: Die Batterie im Tile ist nicht auswechselbar – nach etwa einem Jahr ist Schluss. Weil das auf Dauer ins Geld geht – das Tile Sport kostet beispielsweise 38 Euro – gibt es die reTile-Option: Wer seinen leeren Tile gegen ein aktuelles Modell auswechselt, erhält 40% Rabatt auf den Kaufpreis. Den alten Tracker muss man dazu allerdings zum Recycling zurückschicken, ein entsprechend frankierter Rückumschlag liegt bei.

Lohnt der Kauf eines Tile Sport?

Tile Sport im Wasser
Der Tile Sport Tracker soll es bis zu 30 Minuten im 1,50 m tiefen Wasser aushalten.

Im Vergleich zur Vorgängerversion, dem Tile Mate, scheint der Tile Sport tatsächlich die Verbindung zum Android-Smartphone besser zu halten. Auch die Standort-Bestimmung scheint genauer. Fehlalarme gab es jedenfalls während der Testzeit keine. Übrigens auch später nicht.

Dafür ist das Tile Sport (und sein Schwestermodell Tile Style) etwas massiver ausgefallen, und auch rund 10 Euro teurer. Gerade für schusslige Menschen lohnt sich die Ausgabe dennoch: Wer zum ersten mal erleichtert festgestellt hat, dass der verloren oder gestohlen geglaubte Gegenstand einfach nur an einem sicheren Ort vergessen oder verlegt wurde, weiß was ich meine.

 

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