Aquasoft Stages 12: Videoschnitt und Präsentation für Anspruchsvolle

Aquasoft Stages 12 Test

Wer gerne fotografiert und Videos macht, kann mit seinen Aufzeichnungen kleine und große Geschichten erzählen. Mit der Software Aquasoft Stages 12 im Test geht das schon fast auf Profi-Niveau. Ich gucke mir das mal an. Testerin: Sonja Angerer

Videos schneiden und präsentieren geht heute natürlich auch direkt auf dem Smartphone oder Tablet. Das ist bequemer, und bietet auch mehr Möglichkeiten. Aquasoft hat dafür ein Auswahl von Windows-Programmen. Diashow 12 Ultimate habe ich kürzlich besprochen. Stages 12 ist vom Aufbau her sehr ähnlich, bietet aber weitere Layout-Funktionen sowie dynamische Effekte, die man sehr feinkörnig kontrollieren kann.

Wie immer bei Videoschnitt-Software sollte man auch für Aquasoft Stages keinen ganz alten oder extrem schwachbrüstigen PC einsetzen. Die Mindestvoraussetzungen für die Software:

  • Betriebssysteme: Windows 10, 8.1 und 7 mit 64-bit
  • Prozessor: Mehrkernprozessor von Vorteil
  • Grafikkarte: mind. 1 GB Grafikspeicher, DirectX 9c
  • Arbeitsspeicher: 4 GB

Ich nutzte für den Test wieder meinen HP-Laptop mit Nvidia GeForce GTX1050 unter Windows 10 Pro.

Wie Aquasoft Stages / Diashow in den Grundzügen funktioniert, habe ich vor ein paar Wochen im Aqusoft Diashow Ultimate-Test erklärt. Deshalb gehe ich jetzt nur auf ein paar ausgewählte Details ein, die bei Stages anders, bzw. ausführlicher gelöst sind.

Routenanimation bei Aquasoft Stages

Aquasoft Stages 12 Routenanimation (Test)Wer eine Urlaubsreise illustrieren will, findet bei Stages 12 erweiterte Möglichkeiten, seine Route auf einer Karte darzustellen und sogar zu animieren. Das Kartenmaterial kann wird über OpenMaps mitgeliefert.

3D Würfel

AStages 12 3D Würfel (Test)Aquasoft Stages 12 ermöglicht es nicht nur, sechs Bilder zu einem sich drehenden Würfel zusammenzustellen, man kann den Würfel auch Skalieren und seine Bewegung beeinflussen.

Partikeleffekte

Aquasoft Stages 12 TestMit den Partikel-Effekten kann man ein Bild oder eine Grafik in einen Hintergrund fliegen lassen. Natürlich lassen sich die Parameter einstellen.

Displacement

Aquasoft Stages 12 Displacement MapMit Hilfe einer so genannten „Displacement-Map“ kann man ein Bild so verzeihen, dass sich eine Art 3D-Effekt einstellt. Dabei kann man genau festlegen, wo der Mittelpunkt der Bewegung ist, und wo diese hinführt.

Aquasoft Stages 12 im Test: Lohnt sich das für mich?

Pro:

Man kann mit Stages 12 tatsächlich auf einem sehr hohe Niveau arbeiten, vorausgesetzt man hat einen entsprechend starken Rechner. Bei mir waren manchmal schon leichte Verzögerungen spürbar – das hatte ich jetzt nicht erwartet.

Contra:

Womit als ziemlich regelmäßiger Nutzer von Videoschnitt-, Animations-  und Präsentationsprogrammen auch nicht gerechnet hatte: Ich empfand es tatsächlich als ziemlich anstrengend, sich in dem Programm zurechtzufinden.

Die „Denke“ ist schon ziemlich anders als etwa bei Adobe Premiere. Das liegt meines Erachtens daran, dass hier längst nicht so in Einzel-Frames gedacht wird. Als richtig „Drag and Drop“ empfand ich bei Stages nichts, und „mal schnell“ was zusammenbasteln klappte im Aquasoft Stages 12 Test auch nicht.

Abwägung:

Es gibt natürlich einen Einführungskurs, und auch ausführliche Hilfe-Texte und Videos. Mit deren Hilfe kommt man dann auch zum Ziel. Ich hätte es allerdings schöner gefunden, wenn die Dinge etwas selbsterklärender sind.

Mit knapp 250 Euro ist Aquasoft Stages 12 schon mehr etwas für versierte Konsumenten („Pro-Sumer“) und (semi)-professionelle Videografen. Neben der Dauer-Lizenz zum Festpreis gibt es bei Aquasoft Stages 12 im Test auch die Möglichkeit, ein Abo für knapp 15 Euro im Monat abzuschließen. Das schließt dann natürlich immer die neuste Version der Software ein, solange man Abonnent ist. Wer erst mal probieren möchte: Es gibt auch eine kostenlose 30-Tage-Version.

Man muss allerdings wirklich Zeit investieren, damit man in Stages 12 wirklich sattelfest wird. Insofern könnte ich mit etwa Kleinunternehmer in der Hochzeitsbranche oder ähnliche Gewerke gut als Nutzer vorstellen.

Diese haben dann allerdings das Problem, dass die Projekt-Daten aus Aquasoft Stages 12 selbst proprietär sind, und die Software nicht so weit verbreitet wie etwa Adobe Premiere. Das bedeutet: Man kann Film-Projekte nur mit Aquasoft Stages 12 wieder öffnen. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, den Clip als fertigen Film zu exportieren. Aber der ist dann natürlich kaum noch bearbeitbar.

Fazit: Soll ich mir Aquasoft Stages 12 kaufen?

Wer sich ein paar Tage Zeit nehmen kann, um sich einzuarbeiten, und vielleicht auch schon gute Kenntnisse im Videoschnitt mitbringt, kann mit Aquasoft Stages 12 tolle Kompositionen zaubern. Wer es lieber etwas mehr „Quick and dirty“ haben will, ist mit Aquasoft Diashow Ultimate besser bedient.