
Kabelloses Laden ist bequem. Smartphone auflegen, fertig. Doch viele Ladepads haben ein Problem: Sie werden warm. Manchmal sogar so warm, dass das Smartphone die Ladegeschwindigkeit reduziert. Das passiert etwa bei den aktuellen iPhone-Generationen regelmäßig und kann dazu führen, dass der Akku schneller an Kapazität verliert.
Mit dem neuen ESR Cyclone Wireless Charging Stand mit CryoBoost will ESR dieses Problem lösen. Das Qi2-zertifizierte Ladegerät kombiniert einen verstellbaren Standfuß mit einem integrierten Kühlsystem. Ein kleiner Ventilator auf der Rückseite soll die Temperatur des Smartphones während des Ladens senken.
Laut Hersteller lädt das Gerät mit bis zu 25 Watt und richtet sich vor allem an Nutzer aktueller iPhones und anderer Qi2-kompatibler Smartphones.Im Alltagstest musste der kleine Ladeständer zeigen, ob das mehr ist als nur ein Marketing-Versprechen.
ESR Cyclone Ladestation: Die Basics
Auf den ersten Blick sieht der ESR Cyclone wie ein typischer MagSafe-Ladeständer aus. Erst beim genaueren Hinsehen fallen die Unterschiede auf.
Der Ladepuck sitzt auf einem verstellbaren Kickstand und kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat genutzt werden. Besonders auffällig ist allerdings der integrierte CryoBoost-Ventilator auf der Rückseite, der das Smartphone während des Ladevorgangs aktiv kühlt. Der Hersteller nutzt diese Technologie auch für die ESR 3-in-1-Ladestation (Test).
Für die volle Leistung benötigt das Gerät allerdings ein Netzteil mit mindestens 25 Watt Ausgangsleistung (Test). Das muss man dazu kaufen, oder man hat eben schon eines. Ein farblich passendes USB-C-Kabel liegt dagegen bereits bei.
Der Hersteller bewirbt die Ladestation mit Blick auf iPhones. Aber natürlich lässt sie sich auch mit Android-Smartphones nutzen, die Qi2-Kompatibel sind.
Schnell eingerichtet und sofort einsatzbereit

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Kabel anschließen, Netzteil verbinden und das Smartphone magnetisch aufsetzen. Im Test funktionierte das mit meinem iPhone 15 Pro problemlos. Die Magnetverbindung hält sicher und das Smartphone sitzt stabil auf dem Ladepuck.
Besonders praktisch: Der Winkel des Standfußes lässt sich stufenlos verstellen. Dadurch kann das Gerät auf dem Schreibtisch ebenso sinnvoll genutzt werden wie auf dem Nachttisch. Beim Aufsetzen im Querformat wird der typische Apple Nightstand-Mode mit wählbarer Zeitanzeige aktiviert. Natürlich kann man das iPhone während des Ladens auch nutzen, also beispielsweise zum Videos gucken.
ESR Cyclone mit CryoBoost: bleibt cool im Alltagstest
Die eigentliche Überraschung kam im Dauertest. Während viele MagSafe- und Qi2-Ladegeräte das Smartphone spürbar aufheizen, blieb das iPhone 15 Pro auf dem ESR Cyclone deutlich kühler.
Der kleine Ventilator verrichtet seine Arbeit zuverlässig im Hintergrund. Dabei war er für mich kaum zu hören. Ich habe deshalb während des Tests das Ladepad ein paarmal umgedreht, um mich davon zu überzeugen, dass er tatsächlich läuft.
Am iPhone 15 Pro konnte man seine Arbeit dagegen deutlich fühlen, denn es blieb selbst bei längeren Ladevorgängen erstaunlich kühl. Das hat mehrere Vorteile.
Zum einen bleibt die Ladegeschwindigkeit konstant. Im Test war ich immer wieder erstaunt, wie schnell mein – nicht mehr ganz taufrisches – iPhone dadurch geladen wurde.
Zum anderen gilt starke Hitze als einer der Faktoren, die Akkus langfristig altern lassen. Wer sein Smartphone mehrere Jahre nutzen möchte, dürfte daher von der aktiven Kühlung profitieren.
Besonders interessant ist das beispielsweise für Menschen, die ihr Smartphone jede Nacht aufladen, oder es tagsüber häufig auf der Ladeplatte platzieren.
Auf meinem Schreibtisch machte der ESR Cyclone ebenfalls eine gute Figur. „Mein“ Testexemplar war im schicken Burgunder-Ton des iPhone 18 Pro gehalten. Es gibt das ESR Cyclone mit CryoBoost aber auch in Silber und Schwarz.
Schneller als ich dachte, gewann ich die kleine Qi2-Ladestation lieb. Denn endlich konnte ich mein iPhone als Smart Display neben dem Mac nutzen, ohne mir Sorgen um den Smartphone-Akku machen zu müssen.
Kompakt und reisefreundlich

Obwohl der ESR Cyclone eher als Schreibtischständer konzipiert ist, eignet er sich zusammengeklappt auch prima für Pendeln und Reise. Denn er lässt sich zusammengeklappt problemlos in einer Handtasche, einem Rucksack oder dem Zubehörfach eines Notebook-Rucksacks unterbringen. Wer häufig zwischen Büro, Homeoffice und Hotel wechselt, kann den Ladeständer problemlos mitnehmen. Zu Bedenken bleibt allerdings, dass ältere Laptops manchmal keine 25 Watt über USB-C hergeben. Es ist also sinnvoll, einen Mehrfach Wandstecker (Test) mit entsprechend hohem Output mitzunehmen.
Gibt es beim ESR Cyclone Wireless Charging Stand mit CryoBoost auch Nachteile?
Im Grundsatz hat mir das höhenverstellbare Ladepad von ESR sehr gut gefallen. Doch ganz ohne Nachteile kommt auch der ESR Cyclone nicht aus. Das beginnt mit dem Preis: Mit rund 40 Euro über Amazon oder 46 Euro beim Hersteller (#VerdientProvisionen) gehört er nicht zu den günstigsten Qi2-Ladegeräten am Markt.
Außerdem kann immer nur ein Gerät gleichzeitig geladen werden. Wer regelmäßig iPhone, AirPods und Apple Watch parallel aufladen möchte, ist mit einer Multi-Charging-Station möglicherweise besser bedient.
Fazit: Cleveres Qi2-Ladegerät mit echtem Mehrwert
Viele Hersteller werben mit immer schnelleren Ladezeiten. ESR geht bei dieser Ladestation einen anderen Weg und kümmert sich um ein Problem, das viele Nutzer täglich erleben: Wärmeentwicklung beim kabellosen Laden.
Im Test überzeugte vor allem der CryoBoost-Ventilator. Das iPhone 15 Pro blieb deutlich kühler als auf herkömmlichen Ladepads und lud dabei zuverlässig und schnell. Dazu kommen ein flexibler Standfuß, die Unterstützung von Apples StandBy-Modus und ein kompaktes Design für unterwegs.
Wenn Du bereits ein Qi2-fähiges Smartphone besitzt und Wert auf komfortables, akkuschonendes Laden legst, gehört der ESR Cyclone zu den interessantesten Ladegeräten seiner Klasse. Der Preis ist zwar nicht ganz günstig. Aber lohnt es sich wirklich, bei einem Ladegerät zu sparen, das über die Akkugesundheit eines typischerweise rund 1.000 Euro teuren Smartphones entscheidet?
Vorteile
- Aktive CryoBoost-Kühlung
- Smartphone bleibt spürbar kühler
- Schnelles Qi2-Laden
- Verstellbarer Standfuß
- StandBy-Modus optimal nutzbar
- Hoch- und Querformat möglich
- Zusammenklappbar und reisefreundlich
- Hochwertige Verarbeitung und schöne Farben
Nachteile
- Relativ hoher Preis
- Lädt nur ein Gerät gleichzeitig
- Volle Leistung nur mit passendem Netzteil
Text: Sonja Angerer
Transparenzhinweis: Der ESR Cyclone mit CryoBoost wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt.
Wie wir bei Techsonar testen
Bei Techsonar folgen unsere Testberichte einem klaren Prinzip: Wir prüfen Technik so, wie Menschen sie tatsächlich nutzen. Statt Geräte nur kurz auszupacken oder rein auf Laborwerte zu schauen, nehmen wir sie mit in unseren redaktionellen Alltag. Das bedeutet: Smartphones wandern mit uns durch Stadt und Land, Kopfhörer begleiten uns auf dem Weg ins Büro, Wearables laufen über Wochen bei echten Aktivitäten mit – nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch beim Einkaufen oder auf Reisen. Nur so zeigt sich, wie Produkte im realen Leben funktionieren.
Unsere Alltagstests dauern in der Regel mindestens eine Woche, häufig deutlich länger. Je komplexer ein Gerät ist, desto mehr Zeit geben wir uns, um typische Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Bei smarten Home-Geräten testen wir oft mehrere Wochen, um Updates, Routinen oder Energieverbrauch besser bewerten zu können. Wichtig sind uns dabei vor allem Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit, Leistung im Alltag und ein Gefühl dafür, wie gut Produktversprechen tatsächlich eingehalten werden.
Der Unterschied zwischen einem Alltagstest und einem Labortest ist fundamental:
Ein Labortest misst unter kontrollierten Bedingungen. Er liefert exakte Werte wie Displayhelligkeit, Akkukapazität, Lautstärke oder Messgenauigkeit. Das ist wichtig – aber oft nur die halbe Wahrheit. Ein Alltagstest zeigt dagegen, wie sich ein Gerät anfühlt, wie intuitiv es ist, ob es nervt, begeistert oder überrascht. Dinge wie Tragekomfort, Software-Bugs, echte Akkulaufzeit oder Verhalten unter Stress lassen sich im Labor kaum realistisch abbilden.
Gerade deshalb bieten Alltagstests den meisten Menschen mehr relevante Informationen. Die Mehrheit unserer Leserinnen und Leser möchte wissen: Funktioniert das Produkt in meinem täglichen Leben? Lohnt sich der Kauf? Passt es zu meinen Gewohnheiten? Genau diese Fragen beantworten wir – praxisnah, ehrlich und mit viel Erfahrung aus der redaktionellen Nutzung heraus.

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