Test PaMU Slide Bluetooth Headset

Test PaMU Slide Headset
Test PaMU Slide Headset Inhalt
Zum PaMU Slide Headset gibt es Silikon-Stöpsel in sechs Größen.

Das PaMu Slide Headset muss im Test beweisen, was es kann. Testerin: Sonja Angerer

Der Klinkenstecker ist schon seit einiger Zeit bei den meisten Oberklasse-Smartphones abgeschafft. Stattdessen regiert der Apple AirPod und seine zahlreichen Geschwister. Auch das PaMu Slide Headset gehört dazu. Es ist aber mit knapp 120 Euro nicht nur deutlich günstiger, sondern hat auch ein paar nette Extras. Außerdem ist das PaMu Slide Headset natürlich nicht auf das iPhone beschränkt. Wir testen es mit dem Gigaset GS290 unter Android 9 sowie mit dem iPhone 8 Plus. Denn letzteres ist immer noch unser Referenzgerät für iOS (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an Apple). Mein privates iPhone 8Plus läuft unter dem aktuellen iOS 13.3. Der Kopfhörer ist laut Hersteller mit Apple-Mobilgeräten ab iOS 10 sowie Android-Smartphone ab Android 6.0 Marshmellow kompatibel.

Die PaMU Slide Bluetooth Kopfhörer vom chinesischen Hersteller Padmate gibt es in den Farben Weiß, Schwarz und Dunkelgrün. Auch ohne direkten Vergleich mit einem iPhone 11 Pro würde ich sagen, dass diese Variante wohl zum nachtgrünen iPhone Pro oder Pro Max passen soll.

Test PaMu Slide Headset: Inbetriebnahme

Test PaMU Slide Headset Pairing
Das Pairing des PaMU Slide Headsets klappte in iOS und Android ohne Probleme.

Die PaMu Slide Kopfhörer kommen in einer edlen Klappbox. Sie bringen Pass-Stücke für den Gehörgang in insgesamt sechs Größen mit. Die Silikon-Aufsätze sind Dunkelgrün oder Grau. Ein kurzes USB-C-Kabel ist auch im Lieferumfang inbegriffen. Außerdem gibt es ein kleines Beutelchen. Das ist vermutlich dafür gedacht, wenn man die Ohrhörer mal ohne Box mitnehmen will. Denn die Box selbst passt nicht wirklich gut hinein.

PaMU Slide Offen
Das Pairing wird mit dem Aufnehmen des rechten Ohrhörers initiiert.

Mit dem USB-C-Kabel lässt sich die Aufbewahrungs- und Ladebox nach Herstellerangaben binnen fünf Minuten so weit aufladen, dass man eine ganze Stunde Musik hören kann. Dazu benötigt man allerdings ein kompatibles Schnelllade-Gerät. Welches das genau ist? Tja, gute Frage. Mit unserem Ladegerät für das Google Pixel 3A XL lud der 2.000 mAH-Akku im Lade-Case jedenfalls sehr schnell auf. Die Ohrhörer kann man nur in der Lade-Box aufladen. Sie verfügen über Akkus mit 85 mAh. Damit sollen rund 10 Stunden Musikgenuss möglich sein. Im Test kam das auch ganz gut hin.

Das Lade-Case kann die Ohrstücke fünf weitere Male aufladen. So kommt man auf 60 Stunden Spielzeit, bevor die Box wieder an den Strom muss.

Man aktiviert den Pairing-Modus, indem man den Slider der Box nach oben schiebt. Dann muss man den RECHTEN Ohrhörer herausnehmen. Dieser geht sofort in den Pairing-Modus. Die Verbindung klappte sowohl beim iPhone wie beim Gigaset GS 290 binnen Sekunden ganz zuverlässig. Allerdings muss man sich dabei ein bisschen konzentrieren. Denn der rechte Ohrhörer liegt in der Ladebox tatsächlich LINKS. Glücklicherweise ist er gekennzeichnet.

Die Verbindung zwischen Ohrhörern und Mobilgerät kann dank Qualcomm QCC3020-Chip über Bluetooth 5.0 erfolgen. Allerdings natürlich nur, wenn das Phone das hergibt.  Bei unseren beiden Testgeräten war das der Fall. Die Verbindung erwies sich als stabil und frei von Aussetzern. Laut Hersteller ist das PaMu Slide Headset mit einer Dual-Mic-Noise-Reduzierung ausgestattet. Die funktioniert allerdings nur, während Musik abgespielt wird. Die Außengeräusche sind dann tatsächlich gedämpft. Wie viel davon allerdings passive Geräuschunterdrückung durch passende In-Ear-Silikonaufsätze sind, lässt sich (für mich) unmöglich sagen.

Ich teste mich durch den Tag mit dem PaMu Slide Headset

PaMU Slide Beutel
In der Packung des PaMU Slide ist auch ein Beutelchen für die Ohrhörer.

Ich fand für meine Ohren recht schnell passende Silikon-Aufsätze. Die Hörer bleiben damit auch auf dem Laufband bequem und fest da, wo sie sein sollen. Ich glaube allerdings jetzt nicht, dass sie eine Trampolin-Stunde durchhalten würden. Da sie IPX-6-zertifiziert sind, muss man sich über Schweiß oder Regen keine Sorgen machen.

Für den Normalgebrauch im Alltag erwiesen sich das PaMu Slide Headset im Test als ziemlich angenehm. Meine ursprüngliche Angst, dass man andauernd die fitzeligen Ohrhörern suchen muss, die einem aus der Muschel kippen, hat sich jedenfalls nicht bestätigt. Wie bei allen anderen ähnlichen Kopfhörern kommt das allerdings immer darauf an, ob die eigene Ohrform „kompatibel“ zum Design ist. Tipp: darauf achten, dass man keine Haar mit einklemmt. Sonst halten die Stöpsel jedenfalls nicht.

Mit den Ohrhörern kann man direkt übliche Wiedergabe-Apps auf dem Smartphone steuern. Also nicht nur Apple oder Google Musik, sondern beispielsweise auch Audible und Youtube. Dazu betätigt man die Touch-Tasten. Am linken Ohr reduziert man die Lautstärke, am rechten steuert man durch Tastendruck lauter und springt eine Stück vor. Widergabe anhalten sowie Anrufe entgegennehmen und ablehnen geht an beiden Ohrhörern. Anfangs ist das ein bisschen ungewohnt, nach ein, zwei, mal probieren geht es aber sehr gut. Zweimal drücken am linken Ohrhörer holt zuverlässig den Google Assistant bzw. Siri hervor.

PaMuSlide Headset Test Ohrhörer
Die Bedienung des Headsets erfolgt über Touch-Tasten.

Die Sound-Qualität hat mir gut gefallen. Sie wirkt klar und transparent. Das ist gerade für Hörbücher sehr angenehm. Man kann das Soundprofil aber nicht global ändern, weil die Kopfhörer ja keine eigene App haben. Wer sich also etwas mehr Bass für Hiphop-Tracks wünscht, muss das ggf. in der Abspiel-App erledigen. Zwischen den beiden Ohrhörern gibt es kein Delay, und ich hatte auch keine Verbindungsabbrüche – richtiges Stereo-Gefühl ohne Kabel eben.

PaMuSlide Kopfhörer Test
Die Ladebox der PaMuSlide Kopfhörer kann man als Qi-Akku nutzen.

Gut gefallen hat mir auch die Powerbank-Funktion. Mit ihr kann man ein qi-kompatibles Phone wie etwa das Gigaset GS290 unterwegs ein bisschen nachladen. Dazu betätigt man den flachen Knopf neben der USB-C-Schnittstelle. Wenn der dann weiß blinkt, dreht man das PaMu-Slide Headset um und legt das Phone auf. Im Test luden dann sowohl das iPhone 8Plus wie das Gigaset GS290 brav nach. Eine Dauerlösung ist das freilich nicht. Denn eine einzige Akkufüllung des Gigaset GS290 beträgt 4.700 mAh, während die Box für die PaMu-Slide-Kopfhörer nur maximal 2.000 mAH bieten kann.

Soll ich mir das Test PaMU Slide Bluetooth Headset kaufen?

PaMuSlide Kopfhörer Test
Die Packung der PaMuSlide Kopfhörer ist sehr edel gemacht.

Wer über den Kauf eines „real wireless“ Headsets nachdenkt, und dabei nicht ganz so viel ausgeben will, kann beim Test PaMU Slide Bluetooth Headset ruhig zugreifen. Das gilt umso mehr, wenn er ein qi-kompatibles Smartphone hat. Denn dann hat man immer eine drahtlose „Notfall“-Powerbank greifbar. Ich hätte es noch gut gefunden, wenn man die Powerbank-Funktion auch per USB-Kabel nutzen kann. Das klappte im Test aber nicht.

Mein dunkelgrünes Exemplar, sehr edel und stabil ausgeführtes Exemplar hat mir sehr gut gefallen. Zu meinen Testgeräten passte es nicht wirklich, trotzdem würde ich es der weißen oder schwarzen Variante vorziehen. Insgesamt ist die Box gerade noch handlich. Es gibt aber deutlich kleinere Systeme.

Die Passform fand ich erstaunlich bequem, die Ohrhörer saßen bei mir auch zuverlässig. Wie bei allen Geräten dieser Art muss man das aber selbst ausprobieren. Jeder Gehörgang ist anders 😉 Insgesamt finde ich das Test PaMU Slide Bluetooth Headset aber eine schöne Alternative zum Apple AirPod, vor allem deshalb, weil man es mit Android- und iOS-Geräten nutzen kann. Und natürlich, weil der Preis wirklich attraktiv ist.

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