Stylus Pen fürs iPad: Callstel TSS-130 im Illu-Test

Stylus Pen fürs iPad
Stylus Pen fürs iPad - Verpackung
Der Callstel Stylus Pen fürs iPad wird mit Ersatzspitze geliefert.

Für alle die gerne digital malen ist ein Stylus Pen fürs iPad das perfekte Tool. Doch leider ist der Apple Pencil nicht nur teuer. Er bietet auch nur auf den aktuellen iPad-Modellen den vollen Funktionsumfang. Der Callstel TSS Aktiver Akku Touchscreen Eingabe Stift will hier eine Alternative sein. Wir probieren ihn mal aus, und zwar beim Illustrieren für den Techsonar-Schwester-Account Spar mit Style auf Instagram. Denn dort dreht sich alle um Spartipps für jeden Tag, fein gezeichnet auf einem nicht mehr ganz taufrischen iPad der 7. Generation.

In diesem Test sehen wir uns an:

  • Wie man den Stylus Pen mit dem iPad verbindet.
  • Welche Möglichkeiten der iPad Stift beim Zeichnen bietet.
  • Welche Vor- und Nachteile der Callstel TSS Aktiver Akku Touchscreen Eingabe Stift hat.

Der Callstel-Stift im Schnelldurchlauf

Koppeln Zeichenstift für iPad
Das Koppeln des Zeichenstiftes erfolgt über die Bluetooth-Einstellungen des iPads.

Die Apple Pecil Alternative TSS-130 von Callstel kostet über Pearl ca. 30 Euro. Sie kommt im robusten Karton und bringt als Zubehör eine Ersatzspitze mit. Weitere Ersatzspitzen im Vierer-Pack kann man dort für ca. 8 Euro erwerben. Der Hersteller rät, die Silikon-Tips auszutauschen, wenn sie auf dem iPad nicht mehr richtig gleiten.

Den Stylus Pen von Callstel für das iPad lädt man über ein USB-C an jedem Netzgerät für Mobilgeräte. In der Packung ist beides nicht vorhanden, glücklicherweise: So vermeidet man zusätzlichen Elektroschrott.

iPad Stylus laden (USB-C)
Den Callstel TSS-230 Pen für iOS Tablets lädt man über USB-C.

Der Akkustand wird in gelben Lettern im oberen Teil des Stiftes angezeigt. Das ist praktisch, denn dadurch wird man nicht während des Zeichnens von einem leeren Akku überrascht. Das kann bei anderen Stiften für das iPad nämlich schon mal vorkommen.

Der Callstel iPad Stift ist kompatibel mit

  • iPads ab Generation 6
  • iPad Air ab Gen. 3
  • iPad Mini ab Gen. 5
  • iPad Pro 12,9 Zoll ab Gen. 3
  • iPad Pro 11 Zoll ab Gen. 1

Den Stylus Pen mit dem iPad verbinden

Pearl Pen - Ersatzspitzen
Für den Callstel Stylus gibt es günstige Ersatzspitzen zu kaufen.

Anders als der Apple Pencil koppelt sich der Stylus Pen von Callstel nicht automatisch mit dem iPad. Die Verbindung lässt sich aber ganz leicht über das Bluetooth-Menü in den Einstellungen herstellen. Denn wenn man den geladenen Stylus Pen durch ein bisschen Schütteln aufweckt, wird er unter „andere Geräte“ als „Pencil“ angezeigt. Ein kurzes Tippen setzt die Kopplungs-Sequenz in Gang, man benötigt dazu keine PIN.

Danach bleibt der Zeichenstift mit dem iPad verbunden. Er geht allerdings in den Schlafmodus, wenn man ihn länger als zehn Minuten nicht verwendet. Denn das schont den Akku. Nach dem „Aufwecken“ über den berührungsempfindlichen Schalter am oberen Stiftende ist er wieder mit dem iPad verbunden.

Zeichnen mit der Alternative zum Apple Pecil von Callstel

Stiftkurven anpassen
In Adobe Fresco kann man das Stiftverhalten anpassen.

(+) Den Callstel Stift für das iPad kann man überall dort nutzen, wo das Tablet eine Stiftbedienung zulässt. Also beispielweise in Word, den Apple-Notizen, oder in Zeichen-Apps. „Kritzeln“, also die Handschrifterkennung in den Notizen, funktioniert auch mit dieser Apple-Pencil-Alternative.

Für die Illustrationen in Spar mit Style nutzen wir die Adobe Fresco App, deshalb probiere ich den Pearl Stylus Pen fürs iPad damit aus.

Das Adobe Zeichenprogramm ist für die Nutzung mit Zechenstiften für das iPad optimiert. Das bedeutet, dass man verschiedene Strichstärken und Texturen für den Strich einstellen kann. So kann man sich etwa aussuchen, ob man beispielsweise lieber mit digitaler Kohle, Marker-Stiften, Aquarellfarben oder einem runden Pinsel malt.

Für der SparmitStyle-Illus kommt für die Outlines der Vektorpinsel zum Einsatz. Die Strichstärke kann man einstellen, sie wird vom Druck und Stifthaltung nicht verändert.

Pearl Stylus Pen Illu Spar Mit Style
Die Illus von Spar mit Style lassen sich mit dem Callstel-Pen sehr gut auf dem iPad fertigen.

(+) Der Callstel-Stift liegt dabei gut in der Hand und arbeitet verzögerungsfrei. Die Silikonspitze reagiert auf dem iPad präzise und lässt sich gut führen.

(-) Der Hersteller empfiehlt, zum Schutz gegen Kratzer einen Bildschirmschutz in 3H aufzubringen.

Mein iPad musste sein ganzes bisheriges Leben ohne Schutzglas auskommen, und wurde auch so mit dem Apple Pen von Pearl im Test benutzt. (Zusätzliche) Kratzer habe ich keine bemerkt.

(+) Bei den Zeichenstiften in Adobe Fresco kommt der Callstel TSS-130 so richtig zu Geltung. Denn je nach Andruck und Stiftneigung verändern sich Strichstärke und Strichbild. Dabei ahmt die App analoges Zeichnen nach. Die Druckkurven für den Stift kann man dabei in der Fresco-App anpassen.

Word Art mit Zeichenstift auf dem iPad
Der Stylus fürs iPad funktioniert auch in MS Word.

(-) Intuitiv erwartet man die „Radieren“-Funktion, wenn man den Tablet-Zeichenstift umdreht. Das funktioniert nicht, liegt aber an der Apple-Oberfläche, die diese Funktion für alle Stifte nicht vorsieht.

(+) Der Stylus bietet „Palm Rejection“, das bedeutet, das eine auf dem iPad abgelegte Hand nicht als Eingabe erkannt wird. Im Test hat das gut funktioniert, sodass die digitalen Illustration bei der Arbeit mit diesem Stift nicht „verschmiert“ wurden.

(-) Man kann den Stift bei kompatiblen iPads magnetisch an der Seite Andocken, damit er nicht verloren geht. Zwar klappte das bei meinem iPad Gen. 7, aber die Anziehung war so schwach, dass ich mich darauf beim Transport nicht verlassen würde.

Ist der Callstel TSS-130 Stylus Pen für das iPad eine Kaufempfehlung?

Oberfläche Adobe Fresco
Für den Einstieg ins digitale Zeichnen mit Adobe Fresco eignet sich der Stift sehr gut.

Mit einem Preis von knapp 30 Euro dürfte der Pearl-Stylus zu den günstigsten Alternativen zum Apple Pencil gehören. Zudem kann man ihn auch mit älteren iPads benutzen, das iPad Gen. 6 ist immerhin schon über vier Jahre alt.

Mit der richtigen Software kann man einfache Illustrationen leicht und schnell skizzieren und fertigstellen. Dadurch eignet sich der Stift besonders für alle, die ins digitale Zeichnen oder digitales Handlettering einsteigen wollen. Neben Adobe Fresco eignen sich etwa auch ProCreate oder Paper. Man kann natürlich auch digitale Malbücher für Erwachsene wie Pigment mit einem Apple-Stift bemalen.

Der Callstel TSS-130 Stylus Pen für das iPad lässt sich außerdem zum Anmarkern von Word-Dokumenten und PDFs, und sogar für handschriftliche Notizen verwenden.

Insgesamt ist der Callstel Pencil eine gelungener Einstiege in die Stiftbedienung des iPads. Für alle, die nicht gerade als Profis tagtäglich digital zeichnen, dürfte er alle Funktionen bieten, die man braucht.

Der günstige Preis und die gute Handhabung heben die Zeichenstift selbst unter den Apple-Pencil-Alternativen heraus.  Egal ob Content Creator, Malbuch-Fan oder Studi: Wer für wenig Geld auf dem iPad Zeichnen oder Kritzeln will, darf beim Callstel Stylus Pen für iPads von Pearl unbesorgt zuschlagen.

Text: Sonja Angerer

 

 

Über Sonja Angerer 1017 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.