UX Design Agenturen: Berufliche Alternative für Kreative

UX Design Agenturen Aufmacher

Designer ist für viele Content Creators ein Traumberuf. Doch die Jobaussichten sind in vielen Bereichen schlecht, die Bezahlung eher unattraktiv. Die neue Fachrichtung UX-Design ist dabei ein Ausnahme. Hier erfährst Du alles über die heißeste Alternative für alle, deren Herz für digitale Gestaltung schlägt – und wie Du bei einer der angesagten UX-Design Agenturen in Deutschland landen kannst.

Was ist UX Design eigentlich? (Und was ist der Unterschied zu UI Design?)

UX UI Agenturen in Deutschland (Schmuckbild)
Mit einer soliden Ausbildung bekommt man leichter einen Job bei UX Agenturen.

Ob Du eine Webseite öffnest oder das Board-Display eines E-Rollers aufrufst: Das, was Dir zuerst ins Auge sticht, ist das Benutzer-Interface, kurz UI („User Interface“). Einfach ausgedrückt handelt es sich um das grafische Layout einer digitalen Anwendung.

UX-Designer sind diejenigen, die die Funktionsweise dieser Benutzeroberfläche bestimmen. Man könnte also sagen, UX Designer sind Architekten. Denn sie haben nicht nur die Grafik im Blick, sondern kümmern sich vor allem darum, dass Anwender sich gut zurechtfinden und alle Funktionen, die sie benötigen schnell und sicher finden.

Dabei arbeiten UX-Designer in Agenturen mit einem ganzen Team an Spezialisten zusammen, also beispielsweise Designern / Digital Artists, Entwickler oder Textern. Dazu erstellen sie Testmuster, so genannte Wireframes, befragen erste Anwender und arbeiten deren Erfahrungen in die Oberfläche ein.

Wie bekomme ich einen Job als UX-Designer?

Noch ist der Job eines UX-Designers oder einer UX-Designerin in Agenturen in Deutschland recht neu. Oft wurde eine entsprechende Abteilung von jemandem aufgebaut, der das Metier in der Praxis gelernt und den Berufszweig selbst mitgeprägt hat. Zumindest in großen Agentur-Netzwerken geht das Zeitalter der Autodidakten allerdings zu Ende. Wer jetzt noch einen Job einer der besten UX Design Agenturen in Deutschland ergattern will, sollte unbedingt ein formale Ausbildung mit Abschluss und möglichst auch schon nachweisbare Berufserfahrung mitbringen.

Dafür ist der Verdienst als UX Designer als Angestellter in einer Agentur in Deutschland durchaus attraktiv. Denn das Job-Portal Stepstone errechnete aus den dort hinterlegten Angeboten für UX Designer ein Mindestgehalt von knapp 38.000 Euro brutto im Jahr, Spitzenkräfte erreichen fast 50.000 Euro Jahresgehalt. Trotzdem sind derzeit allein bei Agenturen in Deutschland rund 450 Stellen für UX Designer unbesetzt. Die meisten davon befinden sich in attraktiven Schwarmstädten wie Hamburg, Berlin und München. Doch auch UX Designer im Home Office (Remote Work) sind heute nicht mehr so selten.

Welche Ausbildungen gibt es für UX Designer in Agenturen?

Anerkannte Ausbildungsberufe als Designer

Werbeagenturen in Deutschland bilden manchmal Mediengestalter:innen Digital und Print aus. Besonders in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung bekommt man während der dreijährigen dualen Ausbildung mit man mit etwas Glück schon viel von dem mit, was man später auch als UX Designer gut gebrauchen kann. Allerdings sind gute Ausbildungsplätze rar.

Präsenz-Studiengänge UX-Design Vollzeit / Duales Studium

Kreativ- und Webagenturen suchen heute bei UI/UX Design oft Einsteiger mit akademischem Hintergrund. Viele staatliche und private Universitäten und Hochschulen bieten designorientierte Studiengänge. Speziell auf UX-Design zentrierte Kurse sind derzeit aber noch eher selten. Es gibt aber z. B.

Die Studienzeit beträgt dabei in der Regel 7 Semester, teilweise inklusive Praxissemester. Bei privat betragenen Hochschulen können erhebliche Studiengebühren anfallen. Macromedia verlangt beispielsweise pro Jahr ca. 6.000 Euro.

Fernstudiengänge UX-Design

Adobe XD WerbungDie hohe Nachfrage nach UX Designern von Agenturen in Deutschland hat dazu geführt, dass auch viele Fernunis im In- und Ausland Studiengänge oder Kurzausbildungen anbieten. Preise und Qualität können dabei stark variieren. Du solltest also genau recherchieren, welche Voraussetzungen verlangt werden, was der Kurs kostet, und welche Art Abschluss damit erreicht wird.

Denn ein Zertifikat eines unbekannten Online-Anbieters reicht bei renommierten Agenturen in der Regel selbst für einen Einsteiger-Job als UX Designer nicht mehr aus.

Wer Englisch spricht und schreibt, kann erste Grundlagen des UX Designs kostenlos erwerben:

Zum Teil werden für weitergehende Studien oder Abschlüsse aber auch hier Gebühren fällig. Dafür sind die Kurse oft mit wenigen Wochenstunden oder sogar ganz nach eigenem Lerntempo organisiert, sodass Du sie in Teilzeit belegen kannst.

Egal, für welche Art der Ausbildung zum UX Designer Du Dich sich entscheidet, für einen Agenturjob es ist wichtig, dass Du bereits erste (Studien)projekte in Deiner Bewerbungsmappe (Portfolio) vorweisen kannst.

Zwar sind angesichts des Fachkräftemangels immer mehr Agenturen bereit, neue Mitarbeiter an UX-Software wie Figma oder Adobe XD einzulernen. Doch wenn Du Dich ganz ohne praktische Erfahrung bewirbst, sind Deine Chancen auf einen guten Job als UX Designer in einer bekannten Agentur geringer.

Allerdings sollte die Agentur, bei der Du anfangen willst, bezahlte Fortbildungen anbieten. Denn der Bereich UX Design entwickelt sich dynamisch, und Du solltest alles daransetzen, stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Du kannst Dich natürlich auch als UX Designer selbständig machen. Für Berufsanfänger ist das allerdings meist kein idealer Weg, denn als Unternehmer haftest Du selbst für Fehler und Mängel bei Deinen Projekten.

Ist UX-Design eine gute Alternative für Content Creator?

Kreative und Content Creator mit fundierten Kenntnissen in UX Design haben derzeit sehr gute Jobchancen in deutschen Agenturen. Das gilt vor allem dann, wenn sie neben gestalterischen Fähigkeiten und technischem Verständnis Teamfähigkeit und solide Anwenderkenntnisse in branchenüblicher Software mitbringen.

Die Ausbildungswege zum UX Designer sind aber noch sehr unterschiedlich und reichen von der Kurzfortbildung bis hin zum Vollzeit-Studium. Welche Möglichkeit für Dich richtig ist, hängt auch von Deiner Lebenssituation ab.

Doch egal, für welche Aus- oder Weiterbildung als UX Designer Du Dich entscheidest, es lohnt sich immer, sich bei Agenturen zu erkunden, wie sie den von Dir angepeilten Bildungsweg einschätzen. Denn sonst gibst Du womöglich viel Geld für ein Zertifikat als UX Designer aus, ohne Deine Job-Chancen wirklich zu erhöhen. Und wer weiß, vielleicht ergeben sich bei Deiner Recherche schon wertvolle Kontakte für die Zukunft?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*