Test Musegear Finder – Schlüsselfinder in Blau

Musegear Finder Test
Musegear Finder Test
In meinem Test schützt der Finder einen Geldbeutel. Der Tracker passt prima in ein Kleingeldfach.

Der Schlüssel liegt irgendwo im Haus – aber wo genau? Im Test soll der Musegear Finder  helfen, die nervige Sucherei zu beenden. Test: Sonja Angerer

Schon mal einen neuen Autoschlüssel bestellt, weil sich der alte einfach nicht mehr auffinden ließ? Spätestens, wenn die Rechnung kommt, überlegt man sich, wie das in Zukunft nicht mehr passieren kann.

Tracker-Systeme sind hier eine gute Möglichkeit. Das bekannteste ist von Tile doch auch Gigaset hat mit den Keepern ein ähnliches Angebot. Apple, so munkelt man, will selbst Tracker auf den Markt bringen. Der Musegear Tracker in unserem Test wird von der MS Kajak7 UG Obersulm vertrieben. Die Cloud, des benötigt wird, um den Dienst aufrecht zu erhalten, wird in Deutschland gehostet und ist datensparsam, so versprechen es die Gründer.

Musegear Finder Test: Die Hardware

Musegear Tracker Test
Alle verbundenen Musegear Tracker werden in der App angezeigt.

Ich teste den Musegear Finder Version 2. Bei Amazon kostet ein Tracker ca. 25 Euro. Es gibt dafür auch Zubehör wie zum Beispiel eine Hülle, mit dem man den Schlüsselfinder an einer Tasche befestigen kann. Der Finder Version 2 ist in mehreren Farben zu haben, ich habe mich für zwei Exemplare in Blau entschieden, als es bei Amazon gerade eine Sonderaktion gab. Zum Musegear Finder gehören kostenlose Apps für iOS und Android, wobei jeweils auch ältere Versionen unterstützt werden. Für den Test muss unsere derzeitiges Referenzgerät, ein Pixel 3A XL unter Android 9 an den Start.

Der Musegear Finder Version 2 ist 3,6 x 3,6 x 0,6 cm groß und wiegt 9 Gramm. Er ist spritzwassergeschützt. Das bedeutet, dass ihn eine paar Regentropfen nicht gleich umbringen. Ein längeres Bad in der Pfütze dürfte er allerdings eher nicht überleben. Der Tracker wird mit einer Befestigungs-Schlaufe sowie einem Klebepad geliefert. Die Batterie ist schon eingelegt, sie soll etwa ein Jahr lang halten, und dann problemlos auswechselbar sein. Der Typ CR2032 ist in jedem Elektro-Fachmarkt zu haben.

Musegear Schlüsselfinder Test: Die Software

Musegear Tracker Test
Übersichtlich: Man kann den getrackten Gegenstand für die App fotografieren.

Die Einrichtung ist ziemlich problemlos: App aus Google Play laden, Tracker über Bluetooth verbinden. Den Standort muss man freigeben, sonst klappt es nicht. Logisch eigentlich, denn wie die Mitbewerber hat der Musegear Finder keinen eigenen GPS-Empfänger eingebaut. Sondern verlässt sich auf das Smartphone. Mit dem ist er über Bluetooth verbunden.

Wenn es das Gerät erlaubt, sogar über BT 5.0 LE, also besonders akkusparend. Im Test ließ sich binnen 14 Tagen auch kein signifikant erhöhter Stromverbrauch feststellen. Das ist ziemlich gut, denn die App muss natürlich im Hintergrund laufen dürfen, sonst klappt das ganze Konzept nicht. Die Reichweite soll außerhalb von Gebäuden bis zu 90 Meter betragen. Das sind natürlich eher Laborwerte. Denn wenn der Schlüsselfinder in Schubladen oder Handtaschen versteckt ist, reißt die Verbindung doch mal ab. Im Test erwies sie sich allerdings zumeist als erstaunlich stabil.

Die App bietet ähnliche Funktionen wie die Konkurrenz, So kann man mehrere Tracker in der App aktivieren, und bekommt angezeigt, wo das Smartphone diese zuletzt lokalisiert hat. Mit dem Knopf auf dem Musegear Finder lässt sich auch das Smartphone anpingen. Es klingelt dann ziemlich laut, auch wenn der Ton eigentlich auf Vibration gestellt ist. Das ist ziemlich praktisch, wenn das Phone etwa zwischen Kissen gerutscht ist. Wer das nicht mag, kann diese Funktion unter „mehr Details“ ausschalten. Dort kann man auch die gesamte Tracker-Funktion temporär stilllegen.

Musegear Tracker Test
Wenn die Verbindung zwischen Smartphone und Finder abreißt, ertönt der Alarm.

Außerdem kann der Knopf auf dem Tracker auch als Auslöser für die Foto-Funktion genutzt werden. Dazu muss man in Android dann die entsprechende Berechtigung geben.

In den Einstellungen der App kann man außerdem den „Telefonalarm“ sowie den „Finderalarm“ aktiveren. Das klappt allerdings nur, wenn der Schlafmodus nicht gerade in den globalen Einstellungen der App aktiviert ist. Das ist ziemlich sinnvoll. Denn das Phone randaliert ziemlich laut mit bis zu 98 dB wenn es die Verbindung mit dem Tracker verliert, und Nachts ist das keine sehr angenehme Vorstellung.

Im Test funktionierte der Alert ziemlich prompt. Wer also ohne Schlüssel oder Geldbeutel ins Auto steigt, wird das spätestens an der Straßenecke hören. Wo genau, das hängt natürlich davon ab, wie viele Wände zwischen Smartphone und Tracker liegen. Eine ähnliche Funktion bietet auch Tile Premium an. Dieser Dienst ist dort aber derzeit kostenpflichtig.

Ist der Tracker (oder der Gegenstand, den er bewacht) tatsächlich nicht mehr auffindbar, kann man ihn als „Verlust“ melden. Die letzte Position wird in Google Maps angezeigt. Die Community soll dann beim Suchen helfen. Wie das passiert, steht allerdings nirgends. Tile setzt auf ein ähnliches Konzept, doch so lange nicht sehr viele Menschen im Umfeld einen Tracker-App installiert haben und die „Verloren“-Signale auffangen können, erscheint das Konzept nicht unbedingt tragfähig.

In meinem Test konnte ich den „verlorenen“ Tracker ganz einfach als „wiedergefunden“ markieren. Allerdings musste ich die App ein paarmal schließen, bevor die Verbindung zum Pixel 3A XL dann wieder stand.

Brauche ich den Musegear Finder Schlüsselfinder?

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Links: Tile Slim tracker (altes Modell), rechts Musegear Finder Version 2.

Wer öfter mal in Haus und Garten nach wichtigen Gegenständen sucht, für den ist ein Schlüsselfinder wie der Musegear Finder Gold Wert. Einfach in der App auf das Bild des gesuchten Objekts tippen, und es meldet sich – wenn in Reichweite – ziemlich deutlich.

Praktisch finde ich auch die kostenlose Option, bei einer Trennung von Phone und Tracker einen Alarm auszugeben. Hat man Haus oder Wohnung trotz allem ohne den Wertgegenstand verlassen, hilft die letzte getrackte Position. So erfährt man etwa im Büro, dass die gesuchte Brieftasche sicher zuhause liegt. Das schont Nerven.

Schade finde ich, dass es den Musegear Finder Version 2 derzeit nur in einem Formfaktor bei Amazon gibt. Über den unternehmenseigenen Shop kann man allerdings auch eine Mini-Variante bestellen. Da hält die Batterie dann allerdings wohl nur sechs Monate.

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