
Am 31.1.2026 hört die Egon-App für Android und iOS des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) zu arbeiten auf. Das Unternehmen hatte sie als Beta-Test für einen begrenzten Personenkreis 2022 gestartet und mehrfach angepasst. Zum 14. Januar 2026 ist sie nun in die reguläre VGN-App integriert worden
Ich sage dir in diesem Bericht:
- Wie das neue Egon in der VGN-App funktioniert
- Was sich jetzt für Nutzer ändert
- Was Egon kostet
- Welches Tarifgebiet abgedeckt wird
- Was bei einer Kontrolle passiert
- Für wen sich der neue E-Tarif Egon lohnt.
Wie funktioniert das neue Egon in der VGN-App?

Egon findest du nun unten in der VGN-App Fahrplan und Tickets, rechts neben der Verbindungssuche. Damit du mit Egon losfahren kannst, musst du dich mit deinem „Mein VGN“-Account einloggen oder einen solchen anlegen. Mein alter Egon-Account hat nicht funktioniert, denn er lief über die Mobilfunknummer.
Zum Erstellen des VGN-Accounts benötigst du eine Mailadresse, die du über einen Code verifizierst. Danach musst du noch ein Zahlungsmittel eintragen, also eine SEPA-Verbindung, eine Kreditkarte oder Paypal. Zur Nutzung der App musst du mindestens 18 Jahre alt sein.
Du musst im Zuge der Registrierung zustimmen, dass die App beim Benutzen deinen Ort bestimmen darf. Das war auch schon beim „alten“ Egon so.
Was sich jetzt für Nutzer des neuen VGN Egon Dienstes ändert

Durch die Integration in die VGN-App ändert sich für Nutzer des „alten“ Egon einiges:
- Du musst wahrscheinlich ein neues „Mein VGN“-Konto anlegen (wenn du nicht ein solches schon hast).
- Du kannst nun mit SEPA, Kreditkarte oder Paypal bezahlen.
- Es gibt keine Monatsrechnung mehr, jede Fahrt wird sofort abgerechnet.
- Du kannst nun einen Erwachsenen, bis zu 5 Kinder, Hund oder Fahrräder mitnehmen (wenn du die entsprechenden Fahrkarten erwirbst). Vorher war Egon auf den Inhaber des Smartphones beschränkt.
- Du checkst dich bei Betreten der Haltestelle wie immer ein. Du musst dich aber beim Abschluss der Fahrt auch selbst wieder auschecken. Die App erkennt, wenn du etwa von der Regionalbahn in den Bus umsteigst. Solltest du vergessen dich abzumelden, zählt die App weiter fleißig Kilometer. Du kannst das aber angeblich im Kundenzentrum korrigieren lassen.
Das kostet das neue Egon

Wie schon beim „alten“ VGN-E-Tarif gibt es einen Tagesgrundpreis von 1,50 bzw. 3 Euro. Letzterer Preis fällt pro Person (!) an, wenn du mehr als 2 Kilometer im Tarifgebiet A (Zonen 100 / 200) unterwegs bist. Es umfasst Nürnberg, Fürth, Stein, Oberasbach und Zirndorf. Hinzu kommen 0,30 Cent pro Kilometer Luftlinie, die du fährst. Im Vergleich sind also sowohl Tagesgrundpreis (alt: 1/2 Euro) wie auch Streckenpreis (alt: 0,24 Cent / km) deutlich erhöht worden.
Abrechnungszeitraum sind 31 Tage ab der ersten Fahrt. Ab 18 Euro Fahrtkosten pro Person gibt es 50% Rabatt auf Tagesgrund- und den Kilometerpreis. Dein Fahrpreis wird dir angezeigt, wenn du aussteigst. Ab 50 Euro Fahrtkosten pro Person gibt es 75% Rabatt, ab 70 Euro sind weitere Fahrten bis zum Ende der 31-Tage Periode kostenlos.
Welches Tarifgebiet deckt Egon ab?
Der Egon E-Tarif kann im gesamten VGN-Tarifgebiet genutzt werden, auch den neuen Bereichen Neustadt a.d. Waldnaab und der Stadt Weiden i.d. OP.
Was passiert bei einer Kontrolle deiner Egon-Fahrkarte?
Dein Smartphone muss währen der ganzen Zeit, in der du mit der Egon-App unterwegs bis, angeschaltet und die Ortungsdienste zugelassen bleiben. Wenn dein Akku also unterwegs schlapp macht, kassierst du bei einer Kontrolle ein erhöhtes Beförderungsentgelt.
Wenn die App ordnungsgemäß läuft, erzeugst du für die Kontrolle einen QR-Code, der eingescannt wird. Dazu musst du ggf. einen gültigen Ausweis vorzeigen.
Für wen lohnt der neue VGN-E-Tarif Egon?

Laut Anbieter ist das neue Egon vor allem für Menschen gedacht, die regelmäßig mit dem VGN fahren. Denn im Vergleich zum normalen Ticket kann die einzelne Fahrt auch teurer sein, vor allem wenn du im Stadtgebiet Nürnberg unterwegs bist. Das ist ein deutlicher Unterschied zum alten Tarif, mit dem kürzere Fahrten im Stadtgebiet meist erheblich günstiger waren.
Da du im Monat maximal 70 Euro zahlst, kann „das neue Egon“ eine Alternative für dich sein, wenn du im Sommer vor allem mit dem Rad unterwegs bist, und nur an Regentagen den ÖPNV nutzt. Oder wenn du die Mehrzahl deiner Fahrten mit dem Auto machst, aber Parkgebühren und Stress in der Innenstadt lieber vermeidest und dafür die U-Bahn nimmst.
Regelmäßige ÖPNV-Nutzer sind mit dem Deutschlandticket wahrscheinlich besser bedient. Zumal das finanzielle Risiko bleibt, dass du vergisst dich aus Egon auszuchecken. Das kann besonders ärgerlich werden, wenn du etwa am Bahnhof (mit einem anderen Ticket) in einen ICE steigst.
Der VGN Egon-Tarif hat keinen Einfluss auf andere Abos, die du vielleicht beim VGN hast. Er erkennt also nict, dass du ggf. nur ein Anschlussticket brauchst. Du bekommst damit auch keine Bonuspunkte, z.B. bei Bahn Bonus.
Text: Sonja Angerer

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