iPhone Ladehalterung fürs Auto: Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 im Test

iPhone Ladehalterung fürs Auto
Auto Ladehalterung Pitaka (Verpackung)
In der Verpackung der Auto-Ladestation liegt ein Ladekabel, aber kein Netzteil bei.

Wer ein älteres Auto fährt, hat meist kein Apple CarPlay. Was, wenn man trotzdem unterwegs sein iPhone als Navi oder zum Telefonieren nutzen will? Eine Ladehalterung soll das iPhone bombenfest montieren, und es möglichst schnell aufladen. Wir haben uns den Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 zum Test geholt und gehen folgenden Fragen nach:

  • Wie montiert man die Pitaka MagEz Car Mount Pro iPhone Ladehalterung?
  • Funktioniert die Halterung bei allen Autos? Welche Voraussetzungen muss ein Auto haben?
  • Hält das iPhone in der Ladehalterung wirklich fest?
  • Kann man die Pitaka-Halterung auch für Android-Smartphones verwenden?
  • Was kann die Pitaka-Ladestation noch?
  • Für wen lohn sich die iPhone Ladehalterung von Pitaka?

Für den Test kommen ein aktuelles iPhone 15Pro sowie ein Motorola Edge 40 (Test) zum Einsatz.

Montage des Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 mit Qi2 Standard

Ladestation Pitaka: Montage am Lüftungsgitter
Die Pitaka-Ladeplatte wird im Lüftungsgitter eingeklemmt.

Das Auto-Ladegerät von Pitaka besteht aus einem magnetischen Qi-Ladpad mit Kugelgelenk sowie einer Halterung, mit dem man die Ladestation am Lüftungsgitter am Armaturenbrett befestigen soll. Dazu schiebe ich die zwei schlanken Metallhaken zwischen die Lamellen der Lüftung bei unserem VW Caddy (Modelljahr 2019). Die große Drehschraube oberhalb der Metallhaken benutze ich, um das Lade-Pad zu arretieren.

Siehe da: bombenfest. Über das Kugelgelenk lässt sich dann auch die Ladefläche nach Wunsch ausrichten. Mein iPhone arretiert sich sofort auf der MafSafe Platte.

Funktioniert die iPhone Ladehalterung bei allen Autos?

Kabelführung iPhone Ladehalterung fürs Auto
Die Kabelführung zum Aufkleben ist im Preis inbegriffen.

So lange am Dashboard die charakteristischen Lüftungsgitter bietet, klappt auch die Montage der Pitaka-Ladehalterung mit Qi2-Standard fürs iPhone. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Kleinwagen oder einen Bulli handelt.

Man kann die Halterung auch mit eine paar Handgriffen wieder demontieren. Und obwohl die Metallhaken ziemlich scharf aussehen, konnte ich am Lüftungsgitter keine Kratzer entdecken.

Ohne Stromzufuhr ist wie Qi-Ladeplatte fürs iPhone allerdings nur eine reine Halterung. Deshalb liegt der Pitaka-Box ein USB-C-Kabel bei. Außerdem gibt es noch zwei Führungsschienen, damit man das Kabel an der Konsole sicher verlegen kann. Was allerdings in der Schachtel fehlt, ist ein Auto-Netzteil. Im Falle unseres Caddys ist das nicht ganz so schlimm, denn der hat eine USB-A-Dose auf der Mittelkonsole.

USB-Adapter für Kabelführung iPhone Ladehalterung fürs Auto
Wer kein USB-C an der Mittelkonsole hat, braucht einen USB-A-Adapter.

Also schnell einen USB-A- zu USB-C-Adapter in der Kabelkiste gesucht, und das Laden meines iPhones im Auto konnte endlich losgehen.

Allerdings bietet USB-A bauartbedingt in der Regel nur 5 Watt. So ist es auch bei unserem Auto. Und deshalb kann mein iPhone 15 Pro von der Schnellade-Funktion des Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 mit leider nicht wirklich profitieren.

Anders sieht das aus, wenn man das Kabel in die Bordsteckdose, also den früheren Zigarettenanzünder steckt. Dort liegen nämlich 12 Volt an. Die meisten Bordsteckdosen sind heute mit bis zu 20 Ampere abgesichert, sodass sie die maximalen 15 Watt der Pitaka-Ladeplatte locker leisten können.

Aber Vorsicht: Bei sehr alten Autos oder einer schwachen Batterie sollte man das Ladegerät nur bei laufendem Motor nutzen, um die Autobatterie nicht übermäßig zu beanspruchen.

Hält das iPhone auf der Qi-Ladehalterung?

iPhone Ladeplatte fürs Auto von Pitaka (seitlich)
Die iPhone-Ladeplatte von Pitaka ist dank Kugelgelenk verstellbar.

Mein iPhone 15 hält an der Pitaka-Ladestation im normalen Straßenverkehr bombenfest. Das gilt ohne Hülle genauso wie mit MagSafe-kompatiblem Case. Auch mit dünnen, glatten Cases ohne MagSafe ist noch ganz gut magnetische Kraft vorhanden. Allerdings würde ich diese Konstruktion im Alltag nicht empfehlen. Bei einer Vollbremsung könnte ich mir vorstellen, dass das iPhone ohne MagSafe-Hülle ins Fliegen gerät

Auch wenn man Off-road unterwegs ist, oder in der Freizeit gerne auf dem Nürburgring cruist, könnte es sein, dass das iPhone irgendwann ins Rutschen gerät. Alles, was unser Caddy leisten kann, ohne umzukippen, schafft im Test aber auch das Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 ganz problemlos.

Lädt das Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 Qi2 Standard auch Android-Smartphones?

Kabel zu Qi Auto Ladeplatte
Die Qi-Ladeplatte mit MagSafe lädt mit bis zu 15 Watt.

Wie die meisten neuen MagSafe-Ladeplatten ist auch das Pitaka-Modell zum aktuellen Qi2 Standard kompatibel. Das Motorola Edge 40 mit seiner kabellosen Ladefunktion kann also erwartungsgemäß aufgeladen werden. Allerdings wird es ohne MagSafe-Ring nur so schwach gehalten, dass es schon herunterfällt, wenn man das Auto ausparkt.

Android MagSafe nachrüsten
Selbst mit MagSafe Nachrüst-Ring hält ein Android-Smartphone nicht sicher an der Pitaka-Ladeplatte.

Also ist die Pitaka iPhone Ladehalterung fürs Auto definitiv keine sinnvolle Lösung für Android-Smartphones. Aber das behauptet der Hersteller ja auch gar nicht. Übrigens helfen auch MagSafe-Ringe zum Nachrüsten hier nicht wirklich. Ich habe für den Test extra eine Hülle für das Motorola Edge 40 besorgt und mit einem aufklebbaren MagSafe-Ring ausgestattet. Das Ergebnis blieb aber dasselbe: Das Android-Smartphone wird zu schwach gehalten, und rutscht bei der kleinsten Bewegung von der Ladeplatte.

 

Was kann die Pitaka-Ladeplatte noch?

NFC auf Pitaka Car Mount
Die Pitaka iPhone Ladehalterung fürs Auto hat drei NFCs eingebaut.

Da der Hersteller keine gedruckte Anleitung mitgeliefert hat, musste ich ein bisschen nach den weiteren Funktionen suchen. Doch da stand es, hinter einem QR-Code an der Seite der Verpackung: Die Pitaka MagSafe-Auto-Ladeplatte hat auch drei eingebaiute NFCs zur Auswahl. Man kann sie mit dem kleinen Schalter in der Mitte der Ladeplatte wechseln.

Das ist nützlich, weil man NFCs als Trigger für iPhone Kurzbefehle nutzen kann. Die drei NFC können also als Auslöser für verschiedene Aktionen des iPhones genutzt werden. Ich musste trotz der ausführlichen Anleitung der im QR-Code hinterlegten Webseite eine Weile rumprobieren, aber schließlich gelangt es mir, mein iPhone zu überreden: Immer wenn ich das iPhone an den NFC-Chip im Car Mount halte, öffnet sich der Apple-Kartendienst.

iPhone Kurzbefehle mit NFC Trigger
NFCs können iPhone Kurzbefehle triggern.

Man kann auch andere Aktionen programmieren, etwa den Lieblings-Podcast starten. Allerdings hat die Sache einen Haken: Der NFC-Chip ist bei iPhones nämlich am oberen Rand. Also etwa dort, wo man das Dynamic Island findet. Das bedeutet, dass man diese Stelle sehr dicht an die Auto-Ladeplatte bringen muss. Allein beim Einschnappen des MagSafe-Mechanismus passiert also leider gar nichts. Dadurch ist diese an sich clevere Idee leider doch nicht so nützlich, wie es auf den ersten Blick scheint.

Für wen lohnt sich die iPhone Ladehalterung von Pitaka?

Die iPhone Ladehalterung von Pitaka kostet bei Amazon (Affiliate Link) derzeit rund 60 Euro. Hinzu kommt unter Umständen noch ein Adapter zu USB-A, oder ein Netzteil für die Bordsteckdose. Dafür bekommt man ein Schnelladegerät für MagSafe-iPhone, das praktisch in jedes Auto passt. Man kann sich durch die NFC-Trigger beinahe sein eigenes CarPlay-System aufbauen. Und das für verhältnismäßig wenig Geld.

Allerdings ist das Ladegerät für Android-Smartphones ohne MagSafe-Nachrüstung nicht gut geeignet. Denn der Magnet hält das Mobilgerät einfach nicht fest genug. Wer sich also nicht selbst in einem Handy-Betriebssystem einsperren will, muss leider weitersuchen. iPhone-Nutzern mit eigenem oder Leihwagen werden mit dem  Pitaka MagEz Car Mount Pro 2 Qi2 Standard aber sehr glücklich, und das zum angemessenen Preis.

Test: Sonja Angerer

Transparenzhinweis: Die iPhone Ladehalterung wurde uns von Pitaka für den Test zur Verfügung gestellt. 

 

Über Sonja Angerer 1008 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.