Moto Buds+ im Test: Bose-Qualität und lange Laufzeit

Moto Buds+ im Test
Moto Buds+ im Test - Verpackung
In der Verpackung der Moto Buds+ im Test: Lade-Case, Ear Buds, 3 x Ear Tipps, Kabel.

Die neuen kabellosen Kopfhörer Moto Buds+ versprechen bis zu 38 Stunden Akkulaufzeit, einstellbare Geräuschunterdrückung und satten Bose-Sound – und das für unter 150 Euro. Das müssen sie beweisen, und zwar beim ultimativen Wandertag: einem 30-Kilometer Mammutmarsch.

Wasser, Snacks, Regencape und Smartphone: alles dabei? Bevor ich mich auf den Weg zum Start des Mammutmarsch Nürnberg mache, packe ich noch die Moto Buds+ für den Test ein. Denn auf dem Weg will ich mich mir von Spotify und Audible die Zeit vertreiben lassen. Jetzt aber schnell!

Einrichten und Koppeln der Moto Buds+

Moto Buds+ Koppeln mit Motorola Edge 40
Die Moto Buds+ beim Koppeln mit meinem Motorola Edge 40.

Am Startplatz auf der Wöhrder Wiese angekommen, bleibt noch etwas Zeit, und ich lade erst mal die Moto Buds App auf unser Redaktions-Smartphone Motorola Edge 40 (Test) herunter. Zum Koppeln würde ich die App nicht wirklich benötigen. Denn das geht auch direkt in Android. In der App kann man allerdings alle wichtigen Einstellungen vornehmen. Also etwa den Grad der Geräuschunterdrückung, die Gestensteuerung, oder den Equalizer. Laut Hersteller ist die App für alle Smartphones ab Android 12 verfügbar. Im Apple App Store habe ich sie nicht gefunden.

Moto Buds+: ANC
Die Moto Buds+ kommen mit einstellbarer Rauschunterdrückung.

Erstmal lädt die App ein Firmware Update auf meine neuen Moto Buds+ in der Farbe „Beach Sand“ herunter. Es gibt die True Wireless Kopfhörer (Kaufberatung) auch noch in der Farbe „Forrest Grey“. Bei Amazon (Affiliate Link) sind beide Varianten derzeit für etwa 125 Euro zu haben.

Case wie Kopfhörer sind in einem matten Greige gehalten. Die Oberfläche des Lade-Cases ist ein bisschen strukturiert. Ich mag das, denn dadurch liegt sie gut in der Hand.

Zum Koppeln öffne ich das Case der Moto Buds+ und drücke auf den Knopf zwischen den beiden Kopfhörern. Die Verbindung mit meinem Edge 40 klappt problemlos. Dabei bekomme ich auch angezeigt, dass die Kopfhörer zu etwa 70% geladen sind. Ob das wohl reicht für den Mammutmarsch? Die Ear Buds sollen bis zu 8 Stunden durchhalten, ohne dass sie wieder zurück in ihr Ladecase müssen. Daher müsste der Akku eigentlich reichen, ich rechne für die 30 Kilometer inklusive Pausen mit etwa 6,5 Stunden.

Moto Buds+: Kabellos Laden
Die Moto Buds+ kann man auch kabellos laden.

Die Moto Buds+ sind laut Hersteller wasserabweisend. Das bedeutet, dass ich mir keine Sorgen machen muss, sollte ich in Nieselregen geraten. Ein Wolkenbruch sollte man den Kopfhörern aber wahrscheinlich nicht zumuten.

Nachladen kann man die Moto Buds+ übrigens sowohl über USB C Kabel wie auch kabellos. Beim Aufladen per Kabel ist das Lade-Case laut Hersteller binnen einer Stunde wieder fit. Kabellos muss man von 0 auf 100% mit knapp 2 Stunden rechnen.

Unterwegs mit den Moto Buds+

Moto Buds+: Gestensteuerung in App
Die Gestensteuerung kann man in der App anpassen.

Die Moto Buds+ kommen mit drei verschiedenen Größen an Ear Tipps. Mir passt die mittlere Größe auf Anhieb. Tatsächlich scheinen die Moto Buds+ wie für mich gemacht. Denn sie schmiegen sich an meine Ohren und halten dort problemlos. Später werde ich feststellen, dass sie sich auch nach Stunden genauso gut anfühlen wie am Anfang. Kein Drücken, kein Herausfallen. Mit vier Gramm pro Stück sind die Ear Buds außerdem angenehm leicht. Volle Punktzahl!

Über die App kann ich den Grad der aktiven Rauschunterdrückung einstellen. Für den Start lasse ich ANC ganz weg, später gehe ich in den Transparenzmodus. Letzteres bedeutet, dass das Gemurmel der anderen Wanderer um mich herum ausgeblendet wird. Ich bekomme aber trotzdem mit, wenn Ansagen gemacht werden oder ein ungewöhnliches Geräusch auftaucht.

Während des Laufs höre ich hauptsächlich ein Hörbuch von Audible. Das bedeutet, dass auf den Bluetooth 5.3-Kopfhörern weder Dolby Atmos noch Hi-Res-Audio zum Einsatz kommen.

Equalizer in Moto Bud+ App
Der Equalizer lässt sich in der App nach Wunsch einstellen, es gibt aber auch Presets.

Für die Rauschunterdrückung sowie Anrufe bringen meine Test-Moto Buds+ drei Mikros mit. Bei den Anrufen bin ich gut verständlich, obwohl zwischenzeitlich etwas Wind aufkommt.

Die aktive Rauschunterdrückung ist eines der Features der Moto Buds+ im Test, die mit Bose-Technologie arbeiten. Sie funktioniert über alle Einstellungen hinweg gut, kommt mir aber weniger stark vor als bei den Huawei Freebuds Pro 3 (Test). Dafür „überschlägt“ sich die Funktion aber auch nicht, wie es manchmal in den Huawei-Kopfhörern vorkommt.

Moto Bud+ mit Motorola Edge 40.
Moto Bud+ mit Motorola Edge 40.

Die verschiedenen Equalizer-Einstellungen teste ich erst auf den letzten Kilometern des Mammut Marsches, denn langsam werden mir die Füße schwer. Da muss die Aufmunterungs-Playlist ran! Mir hat es vor allem die „Bassbetont“-Einstellung angetan. (Bass-Junkie hier). Für das Hörbuch zuvor fand ich „neutral“ am passendsten. Insgesamt gefiel mir der Sound der Moto Buds+ gut. Man merkt, dass die Ausstattung mit Dual-Dynamic-Treibern (11 mm Woofer + 6 mm Tweeter) recht hochwertig ist.

Allerdings: Trotz Bose-Technologie fällt auf, dass die Moto Buds+ in einer anderen Klasse als die Bose Quiet Comfort-Kopfhörer spielen. Das gilt besonders im Vergleich zu den Bose Over-the-Ears, aber auch zu den In-Ears. Ein wirkliches Wunder ist das allerdings nicht, denn selbst für ältere Modelle aus der Original Bose-Linie legt man mindestens das Doppelte hin.

Im Ziel mit den Moto Buds+: Vorteile und Nachteile

Mammutmarsch 2024 Finisher
Die Moto Buds+ und ich sind endlich im Ziel.

Im Ziel meines Mammutmarsches bin ich nach 30 Kilometern nach ziemlich genau 6 Stunden, inklusive der Pausen von ca. 45 Minuten insgesamt. Meine Moto Buds+ halten immer noch durch, und meine Ohren fühlen sich von Tragen nicht angestrengt. Allerdings stelle ich fest, dass eine nasse Strähne immer die Gestensteuerung am linken Ohr betätigt. Tatsächlich funktionieren die anpassbaren Doppel- und Dreifach-Taps meist gut. Dicke, womöglich noch feuchte Strähnen führten aber auch in den folgenden Tagen immer wieder zu Fehlfunktionen. Na gut, da kann man wohl nichts machen.

Insgesamt sind mir bei den Moto Buds+ folgende Vor- und Nachteile aufgefallen:

Vorteile Moto Buds+

  • Funktionieren perfekt mit Motorola-Smartphones
  • Lange Akkulaufzeit
  • Angenehmes ANC
  • Klarer, mittenbetonter Sound
  • Können mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden werden
  • Gut zu tragen, leicht
  • Unempfindlich gegen Feuchtigkeit
  • Kabellos aufladbar
Moto Buds ohne Bose Technologie
Die Moto Buds gibt es auch ohne Bose-Technologie, dann deutlich günstiger.

Nachteile Moto Buds+ im Test

  • Nur für Android 12+
  • Keine iOS-App
  • Sound könnte noch mehr Bass vertragen

Insgesamt sind die Moto Buds+ aber sehr angenehme Kopfhörer für Android-, und vor allem Motorola-Nutzer. Übrigens gibt es die Moto Buds auch noch ohne Bose-Technologie. Dann kosten sie über Amazon (Affiliate Link) nur ca. 80 Euro.

Text: S. Angerer

Transparenzhinweis: Die Moto Buds+ und Moto Buds wurden uns von Motorola für den Test zur Verfügung gestellt. 

Über Sonja Angerer 1021 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.