Tribit FlyBuds C2 im Test: Ich brauch Bass

Tribit FlyBud C2 Test
TestTRobit FlyBuds C2 mit Nokia X20
Die Tribit-Kopfhörer mit dem Test-Smartphone Nokia X20.

Drahtlose Kopfhörer mit langer Laufzeit zum tragbaren Preis von knapp 80 Euro? Das bieten die FlyBuds C2 von Tribit. Zeit für einen Test von S. Angerer

Apple hat mal wieder angefangen mit dem Hype um die drahtlosen Kopfhörer, inzwischen sind sie beinahe schon Standard. Das ist in diesem Fall wichtig, denn die Tribit FlyBuds C2 haben eine ganz ähnliche Tropfenform wie die Airpods, und auch die „Stengel“ mit denen der Sitz am Ohr verbessert werden soll. Technisch nennt man die Bauform auch „Semi-in Ear“ oder Earbuds, weil man das Ohrstück ja nicht mit Silikonstöpseln (Ear Tipps) im Gehörgang festklemmt. Sondern es am kurz vor dem Eingang von der Ohrmuschel platziert.

Tribit FlyBuds C2 im Test: der Alltag

Die Tribit FlyBuds C2 kommen mit einem schmalen Ladecase im Querformat. Es wird via USB-C aufgeladen und soll das für bis zu 32 Stunden Kapazität haben. Die Kopfhörer bieten außerhalb des Ladecase laut Hersteller bis zu acht Stunden. Das hat sich im Test auch bestätigt.

Tribit FlyBuds C2 Semi on Ears
Die Bauform der Tribit Flybuds C2 wird auch „Semi in-Ears“ bezeichnet.

Wenn man das Ladecase zu ersten Mal öffnet, muss man zunächst den Kontakt-Schutz entfernen. Sobald die Kopfhörer entnommen werden, gehen sie in den Kopplungsmodus. Über Einstellungen –> Verbundene Geräte –> erfolgte die Verbindung mit unserem Redaktions-Nokia X20 unter Android 11 via Bluetooth 5.2 energiesparend und ganz ohne Probleme.

Beim Einsetzen der Ohrhörer muss man darauf achten, den jeweils für das Ohr bestimmten zu erwischen. Deshalb sind sie im Lade-Case noch einmal gekennzeichnet. Blöderweise ist aber der rechts in der Schachtel liegende Kopfhörer ausgerechnet für das linke Ohr zuständig. Zumindest für Rechtshänder kann das zu Verwirrung führen. Mit der linken Hand bedient fühlt es sich dagegen „richtiger“ an.

Nach dem Einsetzen der Tribit FlyBuds C2 fiel mir allerdings wieder ein, warum ich selbst kein Semi-in-Ears trage, und auch Apple Aipods dankend abgelehnt habe. Denn obwohl die „Stengel“ der Tribit Earbuds die Ohrstücke so sicherten, das sie beim Umhergehen oder Kopfschütteln nicht aus dem Ohr fielen, fühlte es sich für mich an, also ob sich die Ohrhörer jeden Moment selbständig machten.

Das empfand ich als ziemlich unangenehm. Tatsächlich blieben sie etwa beim Joggen oder HIT-Training bei mir auch nicht zuverlässig an ihrem Platz. Dazu muss man allerdings berücksichtigen, dass es sich bei den Tribit FlyBuds C2 in unserem Test nicht um Sport-Kopfhörer handelt. Außerdem hängt es stark von der Innenform des Ohres ab, wie gut sich Bluetooth-Headphones dieser Bauart einsetzen lassen. Im Zweifel hilft einfach nur ausprobieren.

Ein weiteres Problem, das ich mit dieser Bauform habe, liegt daran, dass sie sich schlecht reinigen lassen. Bei echten In-Ear zieht man einfach den Ear Tipp ab und ersetzt ihn, was beim Semi-in-Ears eben nicht geht. (Den Rest überlasse ich jetzt mal eurer Fantasie …)

Meine Tage mit den Tribit FlyBuds C2

Tribit FlyBuds C2 Test Gesamt
Die EarBuds von Tribit werden via Bluetooth 5.2 mit dem Nokia Smartphone verbunden.

Für den Test durften die Tribit FlyBuds C2 ein paar Tage lang mit ins weihnachtlich Büro sowie auf Spaziergänge.

Die FlyBuds C2 haben vier Mikros eingebaut. Diese sollen bei Anrufen dafür sorgen, dass Außengeräusche so gut wie möglich abgeschirmt werden. Tatsächlich erwies sich die Sprachqualität im Test als sehr ordentlich. Und zwar egal, ob man die Tribit Earbuds für das Mobilgerät einsetzte, oder etwa am PC für Videokonferenzen. Noch ein bisschen sauberer klingt es, wenn man den „Stengel“ mit dem Richtmikro für die Kommunikation ein bisschen schräger Richtung Mund zieht.

Für Podcasts und andere gesprochene Kommunikation gefielen mir die Earbuds von Tribit dabei gut. Für die Musikübertragung setzen sie auf die aktuelle apt-X-Codec-Audiodecodierung. Die soll Musikgenuss in CD-ähnlicher Qualität ermöglichen. Höhen und Mitteltöne empfand ich tatsächlich als ziemlich gut aufgelöst.

apt-X kann übrigens nur mit entsprechend kompatiblen Android-Phones verwendet werden. Das Nokia X20, das wir zum Test verwendet haben, gehört aber dazu. iOS-Geräte sind derzeit nicht apt-X-fähig.

Bass-Liebhaber kommen allerdings für mein Gefühl nicht auf ihre Kosten. Dass liegt vor allem an der Bauform, und dass man sowohl von In-Ears wie Over-the-Ears einfach einen ganz anderen Bassdruck gewöhnt ist. Natürlich kann man ggf. mit einem Equalizer noch etwas nachbessern. Wenn aber selbst Puff Daddy´s monumentales „Come With Me“ eher… friedfertig daherkommt, bin ich persönlich raus.

Die Lautstärke der Tribit FlyBuds C2 ist allerdings beeindruckend, und überflügelte auch meine privaten Power Beats Pro deutlich. Verzögerungen oder Asynchronität zwischenden beiden Ear Buds sind mir im Test nicht aufgefallen.

Auch die Tribit FlyBuds C2 im Test werden natürlich im mit den Touch-Flächen an beiden Ohrstücken bedient. Als Mützen- und Öfter-mal-Brillenträger mit langen Haaren habe ich die Hoffnung längst aufgegeben, dass das bei mir je zuverlässig funktioniert. Tat es auch beim Tribit-Modell nicht. Hat mich allerdings nicht besonders gestört, ich habe beim Musikhören eh immer das Smartphone in der Jackentasche.

Fazit: Soll ich mir die Tribit FlyBuds C2 aus dem Test kaufen?

Semi On Ears von Tribit mit Ladecase
Semi in Ears von Tribit mit Ladecase.

Die Tribit FlyBuds C2 kosten nur ca. 80 Euro bei Amazon (Affiliate Link) das sollte man immer berücksichtigen. Viele Ear Buds fangen erst weit oberhalb von 100 Euro an.

Für den günstigen Preis bekommt man mit den Tribit FlyBuds C2 Semi-in-Ears in einer kleinen, leistungsstarken Ladebox. Sie klingen für die Bauform gut und sogar recht differenziert. Der Tragekomfort hängt stark von der eigenen Ohrform ab, deshalb empfehle ich bei Semi-im-Ears vor dem Kauf probezutragen.

Insgesamt erwiesen sich die Tribit FlyBuds C2 im Test als angenehme Begleiter zuhause und unterwegs. Wer allerdings hauptsächlich True Wireless Kopfhörer für den Sport sucht, sollte sich anderweitig umsehen. Gleiches gilt für Bass-Junkies.

Über Sonja Angerer 1015 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.

1 Trackback / Pingback

  1. Libratone: neue Bluetooth Sportkopfhörer mit ANC - Techsonar

Kommentare sind deaktiviert.