Gigaset GS5: Das Business-Smartphone im Office-Test

Gigaset GS5 Office Test
Office Test Gigaset GS5
Das Gigaset GS5 Business Smartphone hat einen Wechselakku.

Die Gigaset-Smartphones der GS-Serie sind als Business-Phones positioniert. Na, dann wollen wir das aktuelle Gigaset GS5 doch mal doch mal in der Techsonar-Redaktion probearbeiten lassen. Auf zum Office-Test mit Sonja Angerer.

Mit dem laut Hersteller knapp 300 Euro teuren GS5 stellt Gigaset das neuen Spitzenmodell seiner Smartphone-Linie „Made in Bocholt“ vor. Das neue Gerät hat viel von dem, was man auch schon am Vorgänger Gigaset GS4 (Test) gut finden konnten:

  • Austauschbarer Akku
  • Qi-Ladefunktion (diesmal bis 18 Watt, also etwas schneller)
  • 6,3 Zoll LCD-Display (2340 × 1080 Pixel / 410 ppi)
  • Glas-Rückseite
  • UKW-Radio (nur mit Kabel-Kopfhörer)
  • Dual SIM plus SD-Kartenschacht
  • Rückseitiger Fingerprint-Sensor
  • 3 Jahre Sicherheits-Updates
Gigaset GS5 Wireless Charging
Das Gigaset GS5 lädt kabellos mit bis zu 18 Watt.

Geblieben sind allerdings auch ein paar Nachteile wie

  • Großer Display-Rahmen, besonders unten
  • Mediokrer Prozessor, nun Mediatek Helio G85 A75
  • Nicht wasserdicht
Gigaset GS 5 Office Zoom
Klappt im Test perfekt: Zoom-Meeting mit dem Gigaset GS5.

Neu sind beim Gigaset GS5 in unserem Office-Test hingegen

  • Android 11 (Update auf 12 versprochen)
  • Rückwärtige Dual-Kamera mit LED f/1.8 / bis 48 Megapixel Hauptkamera, Weitwinkel / Makrolinse bis 8 MP
  • Frontale Teardrop-Selfi-Cam f/2.0/ 16 MP / Videos Quad HD (2.560 x 1.440)
  • 4 GB RAM / 128 GB Speicher

Das Gigaset GS5 als Praktikant in der Techsonar-Redaktion

Outlook mobile auf dem Gigaset GS5
Outlook mobile auf dem Gigaset GS5.

Für die Praktikanten-Stelle bei Techsonar.de hat das Gigaset GS5 im Office-Test erst mal einen Fototermin. Den besteht es mit Bravour, denn die dezente graue Oberfläche passt auch in konservativen Branchen prima. Beim GS4 hatten die rosegoldenen Akzente wahrscheinlich doch so manchen europäischen Firmenlenker eher abgeschreckt. Der rote Ein/Aus-Knopf beim GS5 verhindert dabei, dass das Gerät allzu langweilig wirkt.

Gigaset spielt auf seine Geräte cleanes Android 11, lediglich Hintergründe sind im Firmendesign gehalten. Die Installation unserer Standard-Software direkt aus dem Playstore fällt dadurch nicht schwer:

  • Outlook
  • MS Office mit Onedrive
  • Slack
  • Teams
  • Linkedin
  • Öffi (immerhin sind wir hier in der Innenstadt)
  • Zoom
Fotovergleich auf dem Display: Gigaset GS5 und Nokia X20
Fotovergleich auf dem Display: Gigaset GS5 und Nokia X20

Einige Google-Apps waren bereits vorinstalliert, für den Test gab es noch Google Docs sowie Tasks.

Erwartungsgemäß ließen sich die üblichen Büro-Tasks am Schreibtisch mit dem GS5 ohne Probleme und ohne Verzögerung ausführen. Auch ein kleines Entspannungs-Spiel (MyOasis), das ich während einer extrem langen Online-Präsentation heimlich heruntergeladen habe, war überhaupt kein Problem. In der Mittagspause auf der sonnigen Parkbank sah es hingegen schon anders aus. Denn in der hellen Sonne zeigt sich doch deutlich, dass das LCD-Display ruhig noch ein bisschen heller sein dürfte.

Die Runde Modern Strike, die ich nach einem besonders ärgerlichen Telefonat spielen wollte, demonstrierte aber auch, dass echte Gamer mit dem Gigaset GS5 wahrscheinlich verzweifeln. Ich jedenfalls hatte das Gefühl, dass alle Screen ziemlich langsam waren und auf die Bedienung nur zögerlich reagiert wurde. Was im Grunde aber auch nicht schlimm ist: Ein Business-Handy muss nicht in einem Shooter brillieren.

Google Tasks auf den Gigaset GS5
Google Tasks auf den Gigaset GS5.

In puncto online-Meeting ließ sich die Front-Kamera des Gigaset GS5 sowohl bei Teams wie auch bei Zoom ganz wunderbar einsetzen, auch an der Audio-Qualität hatten meine Gegenüber nichts auszusetzen. Ein Problem gab es aber doch: Die glatte Glas-Rückseite und die abgerundeten Ecken sorgen dafür, dass ein angelehntes Gigaset GS5 auf vielen Oberflächen nicht gut stehenbleibt. Bruchgefahr!

Fotos mit dem Gigaset GS5 Business Handy

Ein Smartphone, das man heute nutzt, sollte eine halbwegs sinnvolle Kamera haben. Das gilt auch für Business-Smartphones, die vielleicht der Arbeitgeber zahlt. Vorneweg: Den wichtigste Kamera-Anwendung hier im Techsonar-Office, das Scannen von Papierdokumenten für OneDrive klappt reibungslos, die PDFs sind gut lesbar, obwohl das Licht nicht ideal ist.

Bei unseren anderen Testmotiven fallen hingegen einige Merkwürdigkeiten auf. So steht unsere Schneekugel auf einem knallorangen Untergrund, der bei GS5 nur noch Hellorange ist. Auch unser Mini-Christusdorn sieht auf dem Gigaset-Bild relativ dunkel und verwaschen aus. Das gilt besonders, wenn man als Vergleich dasselbe Foto mit unserem Redaktions-Androiden Nokia X20 heranzieht.

Unsere Testbilder in mittlerer und weiterer Distanz zeigen, dass man auch bei guten Lichtverhältnissen nicht unbedingt mit tollen Fotos rechnen kann. Insgesamt wirken die Aufnahmen im Nachmittagslicht relativ kühl, oft auch so hell, so dass die Struktur im Motiv wegbricht.

Der Vierfach-Digitalzoom ist, wie bei so viele anderen Smartphones, eher eine Enttäuschung. Denn das Bild wird dabei so stark hochgerechnet, dass es schon an eine Illustration erinnert.

Insgesamt wirken die Bilder aus dem Gigaset GS5 aber stimmig, und auf kleineren Bildschirmen auch richtig schön. Wenn man allerdings ein größeres Canvas-Bild aus einem Motiv drucken will, könnte das unter Umständen eine Enttäuschung geben.

Man muss sich dabei allerdings klarmachen: Das Gigaset GS5 ist ein Business-Smartphone. Kein Foto-Bolide!

Fazit: Wie schlägt sich das Gigaset GS5 im Office-Test?

Wer als Unternehmen oder Selbständiger ein preiswertes, gut gefertigtes Smartphone für Business-Aufgaben sucht, kann das Gigaset GS5 ruhig in die enge Auswahl nehmen. Das Gerät bietet alles, was man im Büro braucht, und kann durch Dual-Schacht notfalls auch die private SIM aufnehmen.

Wenn man privat sein Smartphone eher für Aufgaben wie Mail, Fahrkarten, Covid-Pass und Casual Gaming nutzt, hat man mit dem GS5 nämlich auch einen zuverlässigen Begleiter. Wer allerdings viel auf dem Handy zockt, oder praktisch nur mit dem Handy fotografiert, wird unter Umständen nicht ganz glücklich mit dem Gerät. Allerdings wurde das Gerät für solche Aufgaben auch eher nicht konzipiert.

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