Withings Move ganz individuell

Withings Move individualisieren
Zuerst sucht man das Zifferblatt aus.

Die Withings Move Smart Watch kann man nun individualisieren. Das klappt über die Webseite des Herstellers ganz prima, und in wenige Tagen hält man sein neues Modell in den Händen. Autorin: S. Angerer

Der französische Hersteller Withings hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Denn er wurde 2008 gegründet und brachte diverse „connected devices“, also smarte Geräte auf den Markt. 2016 erfolgte der Verkauf an Nokia. Das ist übrigens der Grund, warum immer noch vereinzelt äußerlich baugleiche Modelle mit dem Logo des finnischen (Ex)Mobilfunkriesen auftauchen.

Zwei Jahre später kaufte der Withings-Grunder Eric Carreel sein Unternehmen zurück, und inzwischen kommen auch wieder neue Produkte auf den Markt, etwa Withings BPM Core, ein medizinisches Gerät zum Überwachen von Herz und Kreislauf.

Was kann die Withings Move?

Withings Move individualisieren
Das Kunststoffgehäuse gibt es in mehreren Farben.

Die Withings Move hat keinen medizinischen Anspruch. Es handelt sich um einen Aktivitäts-Tracker, der über die Health Mate App und Bluetooth mit einem Smartphone mit halbwegs aktuellem Android oder iOS verbunden werden kann. Was das bringt, und wie das aussieht, darauf gehen wir in einem weiteren Artikel ein. Stay tuned!

Die Uhr selbst ist Art „analoge“ Smartwatch. Denn sie zeigt mit eleganten silbernen Zeigern die Zeit an. Ein weiterer keiner Zeiger meldet, wie viele der voreingestellten Schritte pro Tag man denn schon erledigt hat. Das wirkt unaufgeregt, und die Uhr unterscheidet sich äußerlich kaum von „konventionellen“ Modellen. Das Beste aber ist, dass sie dadurch auch nur sehr wenig Strom verbraucht. Im Package ist deshalb auch kein Ladegerät. Denn die Withings Move arbeite mit einer ganz normalen Uhrenbatterie. Die soll bis zu 18 Monate halten. Weil die Uhr bis 50 Meter wasserdicht ist, sollte der Austausch der Batterie im Uhrenfachhandel erfolgen.

Wie bestelle ich meine eigene Withings Move?

Withings Move Individualisierung
Der kleine Zeiger misst die Schrittzahl, m an kann ihn in vielen Farben designen.

Die „Standard“ Withings Move Smart Watch kann man bei diversen Retailern online oder stationär bestellen. Will man sich seine Withings Move selbst entwerfen, so geht das nur über die Hersteller-Homepage. 

Dabei hat man die Wahl zwischen drei Ziffernblatt-Designs in verschiedenen Farben, mehreren Gehäuse- und Armbandfarben. Außerdem kann man den kleinen Tracker-Zeiger diverse Schattierungen geben. Dabei sind die einzelnen Farben übrigens so clever aufeinander abgestimmt, dass man beim besten Willen keine wirklich hässliche Uhr designen kann. Das merkt man auch, wenn man den „Auf gut Glück“-Button betätig. Der nämlich wirft ganz zufällig zusammengestellte, aber sehr ansehnliche  Designs aus.

Egal wie die Zusammenstellung ist: Gehäuse und Armband sind immer aus Kunststoff, die Hauptzeiger immer silbern. So entsteht auf alle Fälle ein flippige Sommer- oder Urlaubsuhr. Da der Preis mit knapp 80 Euro inklusive Porto recht überschaubar ist, könnte man sich die individualisierte Withings Move auch als Zweitgerät vorstellen – etwa, wenn man eine Apple Watch nicht mit ans Meer nehmen will.

Worauf muss ich beim Individualisieren meiner Withings Move achten?

Withings Move personalisieren
Die Uhr kommt mit Filz-Etui und Aufkleber.

Wie schon erwähnt, wurden die Farben und Muster so zusammengestellt, dass man beim Klicken immer etwas hübsches zustande bekommet, auch wenn man im Kunstunterricht nicht zur Klassenspitze gehörte. Die Webseite führ gekonnt und unaufgeregt durch das Design von Ziffernblatt, Gehäuse, Tracker und Armband. Die größte Gefahr ist bei dem Prozess noch, dass man zu viel Zeit aufwendet, um eine „immer noch schöneres“ Modell zu entwerfen. Bei mir lief es nach ca. 35 Minuten auf  ein federleichtes Modell in Hellgrau, weiß und Gelb heraus, das perfekt zu meinem neuen Pixel 3A XL passt.

Das fertig individualisierte Modell legt man in den Warenkorb und zahlt per Paypal, Withings verspricht, dass die Smart Watch in Frankreich zusammengesetzt wird und binnen zwei bis drei Arbeitstagen verschickt wird. Bei mir hat die ganze Lieferung drei Tage gedauert, und sie wäre sogar noch einen Tag schneller gewesen, hätte die DPD nicht ein bisschen geschlampert. So oder so: Riesen-Respekt, da ist sogar Amazon Prime manchmal langsamer!

Soll ich mit meine eigene Withings Move Smart Watch individualisieren?

Withings Move PersonalisierenWer mit dem Gedanken spielt, sich eine Smart Watch zuzulegen, um seine Aktivitäten zu tracken, für den ist eine individuelle Withings Smart Watch eine schöne und bezahlbare Idee. Wer kann sich sonst schon seine eigene Uhr entwerfen?

Im Vergleich zur Apple Watch und auch vielen Android Wear-Smartwatches fehlen auf der Withings Move aber viele bequeme Details. Man kann sich etwa nicht zu Nachrichten oder Anrufen benachrichtigen lassen, auch eine Wecker-Funktion fehlt. (Über die App wird die Uhr hingegen ziemlich „smart“, doch dazu mehr in einem weiteren Artikel).

Wer sich seine eigene Uhr designt, sollte sich darüber im klaren sein, dass man sie nicht so einfach zurückschicken kann, wenn sie nicht gefällt. Das ist Standard bei stark individualisierten Produkten.

Ich persönlich war zum Beispiel etwas enttäuscht, dass das Gehäuse nur aus Plastik ist, und hätte mich auch gefreut, wenn die graue Fläche meines Ziffernblattes kein dezentes,. aber merkliches Banding (Streifen durch UV-Digitaldruck) aufgewiesen hätte. Man muss aber auch sagen, dass letzteres wirklich nur Leuten auffällt, die mit dem Thema beruflich zu tun haben (also, ich in meinem anderen Leben).

Insgesamt bin ich mit der Qualität und der Wertigkeit der Uhr sehr zufrieden. „Mein“ Modell sieht toll aus, wirkt gut verarbeitet, und wird mich sicher gut durch den Sommer begleiten.

Als Anregung für Withings würde ich mir noch wünschen, dass es zwei Gehäusegrößen gäbe. Gerade weil man die Move so elegant designen kann, wäre das für Abend oder auch für sehr schmale Handgelenke bestimmt noch schöner.

Auch die Möglichkeit, die Move wirklich zu personalisieren, also mit Namen oder Widmung zu versehen oder auch ein eigenen Foto als Ziffernblatt zu nutzen, fände ich jetzt noch toll. Aber es muss ja auch was für eine „Version 2“ übrigbleiben.

Über Sonja Angerer 1020 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.

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