Neue Bauchtasche von Feuerwear: Olli im Test

Bauchtasche Olli Feuerwear Test
Hip Bag Olli Feuerwear Test
Fast zwei Liter passen in die Bauchtasche Olli.

Bauchtaschen, neudeutsch „Hip Bags“ sind gerade modern. Logisch, einen Shopper braucht man derzeit ja eher nicht, die meisten Läden sind eh geschlossen.  Jedenfalls hat Feuerwear mit Olli nun ein zweites Bauchtaschen-Modell im Angebot. Das darf gleich mal mit auf den täglichen Spaziergang. Testerin: Sonja Angerer

Eine neue Tasche? Ist derzeit so nötig wie ein Abendkleid, also eher nicht. Für Olli von Feuerwear kann man aber eine Ausnahme machen. Und das nicht nur, weil er beim Spaziergang so angenehm die Hände freihält.

Mit Olli brachte das Kölner Upcycling-Label seine zweite Bauchtasche auf den Markt. Der bereits bekannte Hip Bag Otis ist kleiner als das neue Modell Olli. Denn diese Bauchtasche bietet mit 2 Litern Fassungsvermögen viel Platz für alles, was man unterwegs braucht. Auch eine zusammengefaltete Einkaufstüte hat noch locker Platz, falls man auf dem Heimweg doch noch ein Paket aus der Packstation abholen muss.

Wie alle Feuerwear-Taschen ist Olli aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen, die die Kölner bei Feuerwehren in der ganzen Republik einsammeln. Das sorgt dafür, dass im Grunde jede einzelne Tasche ein Unikat ist. Grundsätzlich gibt es Olli, wie alle anderen Feuerwear-Produkte, aber in Weiß, Rot und Schwarz. Für den Test habe ich mir ein rotes Exemplar ausgesucht.

Diese Bauchtasche ist vegan

Crossbody Bag Olli Feuerwear Test
In das hinter Zipper-Fach der Hip Bag passen etwa Masken oder das Smartphone.

Mit Olli hat Feuerwear einen neuen Weg eingeschlagen. Denn anders als bei Otis ist die Bauchtasche Olli nur im Vorderteil aus recyceltem Schlauch. Der Body besteht aus Textilmaterial, das aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und besonders wassersparend in Schwarz eingefärbt wurde. Das macht die Tasche mit 280 Gramm besonders leicht. Die Außenmaße von 17 x 33 x 1,7 cm stellen sicher, dass die Olli als Bauchtasche ebenso stylisch aussieht wie als Crossbody Bag.

Damit man die Tasche vielseitig tragen kann, auch wenn man nicht gerade Model-Maße mitbringt (soll ja nach einem Jahr drinnen herumsitzen manchmal vorkommen), ist der 3,8 cm dicke Gurt zwischen 90 und 150 cm stufenlos verstellbar. Außerdem hat Olli natürlich einen Steckverschluss, mit dem man den Riemen schnell lösen kann.

Crossbody Bag Olli Feuerwear Test
Der 3,8 cm breite Gurt der Bauchtasche ist verstellbar von 90 -150 cm.

Wie alle Feuerwear-Produkte ist diese Bauchtasche mit Blick auf Langlebigkeit und Funktionalität gefertigt. Das merkt an, wenn man den stabilen Steckverschluss und die Zipper betätigt und auch beim Verstellen des Riemens. Als jemand, der schon viele Feuerwear-Produkte getestet und auch privat getragen hat, erstaunt mich immer wieder, dass die Sachen selbst nach ein, zwei Jahren praktisch keine Abnutzung zeigen. Für mich ist das echte Nachhaltigkeit. Denn wer eine(n) Olli – oder eine andere Feuerwear-Tasche – kauft, kann das Thema gleich für ein paar Jahre abhaken. Übrigens bin ich der Meinung, dass Olli für alle Geschlechter gleich gut passt (Video).

Durch das Upcycling der Feuerwehrschläuche ist der Ressourcenverbrauch für Feuerwear-Taschen bereits vermindert. Die Produkte werden in der EU hergestellt, so dass auch für den Transport möglichst wenig CO2 anfällt. Die Bauchtasche Olli soll nach Herstellerangaben sogar vegan sein.

Auf Tour mit Olli

Bauchtasche Olli Feuerwear Test Innen
Das Hauptfach der Feuerwear Hip Bag ist zweigeteilt.

Mit dem großen Hauptfach mit Steckfach und dem zusätzlichen Zipper-Fach auf der Rückseite hatte ich viel Platz für zwei Smartphones (frag nicht!), meinen Riesen-Geldbeutel, Schlüssel, Maske, Falt-Einkaufstasche und einen kleinen Schirm. Sogar meine In-Ears fanden noch bequem Platz. Mehr habe ich eigentlich ohnehin kaum je dabei, Pandemie oder nicht.

Gut gefallen hat mir auch diesmal wieder der stabile Zweiwege-Zipper des Hauptfaches. Er ist sehr leichtgängig, und man da mal versehentlich etwas einklemmt, geht er nicht gleich kaputt. Eigentlich müssten alle Reißverschlüsse so sein, Hip Bag oder nicht.

Wenn man mit Olli in den Frühlingsregen kommt, hält die Vorderseite aus Schlauchmaterial das Wasser sehr gut ab. Auch der PET-Stoff ist wasserabweisend. Zwar eignet sich die Tasche nicht gerade zum Kanu fahren oder Langstecken-Schwimmen. Denn die Nähte sind nicht wasserdicht ausgeführt. Ein bisschen schlechtes Wetter macht Olli – und den Dingen, die er in seinem Bauch trägt – aber nichts aus. Die Hip Bag passt, wenn man sie crossbody trägt, aber auch sehr gut unter die Jacke. Denn die Form ist schön schlank und körpernah.

Kann man die Olli Bauchtasche von Feuerwear empfehlen?

Bauchtasche Olli Feuerwear Test 3 Farben
Die Bauchtasche Olli gibt es in 3 Farben.

Mit knapp 70 Euro Kaufpreis ist die Tasche ziemlich teuer, wenn man ein Fast-Fashion-Junkie ist, der für 20 Euro eine ganze Einkaufstasche voller Plastik-Klamotten heimschleppt. Allerdings ist man dann wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe, die Feuerwear bei der Entwicklung dieser Bag so im Sinn hatte.

Wer eine Bauchtasche sucht, die funktional und praktisch ist,  lange hält und alles mitmacht, darf dagegen bei diesem Modell gerne zugreifen. Der Preis relativiert sich, finde ich, wenn man davon ausgeht, dass man diese Bauchtasche / Crossbody Bag / Hip Bag ganz leicht mehrere Jahre tragen kann. Und zwar egal ob zum Biken, Wandern, Spazierengehen, Skaten / Boarden oder bummeln.

Der Vollständigkeit halber:  Sollte Clubs und Konzerthallten irgendwann mal wieder aufmachen, kann man Olli auch da gut mit hinnehmen. Zumindest, wenn es sich nicht gerade um eine Bling-Bling-Location mit Dior-Zwang handelt.

Wer sich jetzt in die Bauchtasche Olli von Feuerwear verliebt hat, sollte übrigens unbedingt auf unsere Osterverlosung bis zum 2. April 2021 schauen. Denn da verlosen wir je ein Testmuster in jeder Farbe…

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