Ugreen FineTrack 2 im Alltagstest: Die unauffällige AirTag -Alternative für iPhone-Nutzer

Ugreen FineTrack 2 Test (Aufmacherbild)
Ugreen FineTrack 2 smarter Schlüsselfinder (Verpackung)
Der smarte Schlüsselfinder von Ugreen benötigt kein Ladekabel.

Bluetooth-Tracker sind für viele Menschen inzwischen ein echter Alltagshelfer. Ob Schlüssel, Rucksack oder Koffer – die kleinen Geräte helfen dir dabei, verlorene Dinge schnell wiederzufinden. Der Ugreen FineTrack 2 im Test zeichnet sich aber nicht nur durch die originelle Form aus. Laut Hersteller soll die fest verbaute Batterie auch für bis zu 7 Jahre (!) Tracken reichen.

Der FineTrack 2 ist damit eine spannende Alternative zum Apple AirTag. Denn selbst beim aktuellen Airtag 2 (Vergleichstest) gibt der Hersteller nur rund ein Jahr Batterielaufzeit an.

Was ist das Besondere am Ugreen FineTrack 2?

Software und Kompatibilität

Wie der AirTag ist auch der Ugreen FineTrack 2 ausschließlich Besitzern von iPhones oder iPads vorbehalten. Er ist nämlich vollständig mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk (Find My) integriert. Dadurch musst du also keine zusätzliche Software herunterladen. Der Nachteil liegt allerdings auch auf der Hand: Wenn du je dein iPhone gegen ein Android Smartphone tauschen willst, ist der Ugreen-Tracker in der Google-Welt für dich nutzlos.

Preis

Derzeit kostet der neue Ugreen-Tag allerdings beim Amazon (#VerdientProvisionen) gerade mal knapp 16 Euro. Da sollte das im Notfall verschmerzbar sein.

Lieferumfang

Der Tracker kommt mit Schlaufe und gedruckter Anleitung. Er hat einen Durchmesser von ca. 3 cm und liegt erstaunlich solide in der Hand. Die zwei reflektierenden Streifen sowie das Blinklicht wirken ein bisschen wie das Design eines ultra-modernen Fußballs.

Einsatzbereiche

Ugreen Fine Track 2 - Koppeln mit Apple App
Der Tracker wird mit der Apple „Wo ist?“-App verbunden.

Der Ugreen Bluetooth Tag ist nicht nur in Zeiten der Fußball-WM ideal als smarter Schlüsselanhänger. Auf den ersten Blick würde in dem wasserfesten und staubdichten (IP68) Anhänger niemand einem Bluetooth-Tracker vermuten. Das kann dir wertvolle zusätzliche Zeit sichern, wenn dein getrackter Gegenstand von jemandem entwendet wurde.

Durch die lange Batterielaufzeit und den günstigen Preis kannst du ihn auch sehr gut als Anhänger für dein Reisegepäck verwenden.

Weniger gut eignet er sich aber, um ein Fahrrad oder einen E-Roller zu tracken. Durch seine Größe und Form lässt er sich an Fahrzeugen nicht so gut unauffällig anbringen.

Test-Alltag mit dem Ugreen FineTrack 2

Screenshot Ugreen Fußball Smart tag in Apple Wo ist-App
In der“Wo ist?“-App kannst du einstellen, welche Karte zum Suchen verwendet wird.

Der Ugreen FineTrack 2 Tracker wird für den Test direkt über die iPhone „Wo ist?“ App gekoppelt. Das funktioniert unkompliziert und schnell über „Wo ist?“  „Anderes Objekt hinzufügen“. Wie bei allen Trackern, die nicht von Apple sind, kann man nur auf das Bluetooth Suchnetzwerk (So funktioniert es) zugreifen, nicht aber auf die genauere Indoor-Suche mit UWB.

Was im Test sofort auffällt:  Mit bis zu 110 dB ist der FineTrack deutlich hörbarer als viele Konkurrenten. Selbst in Taschen oder bei Umgebungsgeräuschen kann ich ihn deshalb gut orten. Im Dunkeln helfen die Fluo-Leuchtsteifen sowie die kleine LED.

Tracking Fußball Smarter Schlüsselanhänger (Screenshot)
Rucksack liegengeblieben? Im Test fand der Ugreen FineTrack 2 ihn problemlos wieder.

Praktisch: Dank der langen Batterielaufzeit muss ich mir keine Gedanken über das Nachladen machen. Allerdings ist die Stromversorgung eben auch fest verbaut und kann nicht gewechselt werden. Ist sie leer, muss der Tracker ersetzt werden. Zwar kam das bei den ersten Tag-Generation, z.B. von Tile, ziemlich häufig vor. Heute finde ich das schon etwas verschwenderisch.

Immerhin: Bei bis zu 7 Jahren Nutzungszeit kann man das wahrscheinlich akzeptieren. Der kleine Tracker ist durch die besondere Bauweise robust und wasserfest. Gut möglich also, dass er längst obsolet ist, bevor die Batterie leerläuft.

Test-Fazit Ugreen FineTrack 2

Tracking Fußball von Ugreen (Detail)
Der smarte Tag ist auch im Dunkeln leicht zu finden.

Im Test-Zeitraum wurde ich mehrfach auf den Ugreen FineTrack 2 angesprochen. Das kann zwar auch daran liegen, dass Fußball während der WM besondere Aufmerksamkeit genießt. Der Tag ist jedenfalls gerade das ideale Tech-Gadget der Stunde.

Ich habe schon eine ganze Reihe von Smart Tags, auch von Ugreen getestet. Unter den Airtag-Alternativen für iOS sticht der Ugreen FineTrack 2 durch seine lange Akkulaufzeit und die originelle Form hervor.

Die Leuchtelemente und der wirklich laute Rufton sind dabei ein deutliches Plus gegenüber vielen Mitbewerbern.

Es gibt aber auch Kritikpunkte. Die lange Laufzeit wird durch einen nicht auswechselbaren Stromspeicher erkauft. Zusätzlich lässt sich der smarte Schlüsselanhänger, anders als beispielsweise die aktuelle Chipolo-Generation (Test) eben nicht bei Bedarf auf ein Android-Smartphone umziehen.

Insgesamt aber ist der Ugreen FineTrack 2 eine günstige und praktische AirTag-Alternative. Und natürlich ein tolles Geschenk für einen Fußball-Fan mit iPhone.

Tracking-Schlüsselanhänger für Fußball-Fans im Test: Ugreen FineTrack 2
Ideal wenn du auf Fußball steht und ein iPhone hast: Smarter Schlüsselanhänger von Ugreen.

✅ Vorteile

  • Sehr einfache Einrichtung
  • Lange Batterielaufzeit (bis zu 7 Jahre)
  • Lauter Signalton
  • Robustes, wasserfestes Gehäuse
  • Fußball-Design
  • Gute Alltagstauglichkeit

❌ Nachteile

  • Batterie nicht wechselbar
  • Keine Präzisionssuche (UWB fehlt)
  • Nur für iOS geeignet

Text: Sonja Angerer
Transparenzhinweis: Der Ugreen FineTrack 2 wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt.

Wie wir bei Techsonar testen

Bei Techsonar folgen unsere Testberichte einem klaren Prinzip: Wir prüfen Technik so, wie Menschen sie tatsächlich nutzen. Statt Geräte nur kurz auszupacken oder rein auf Laborwerte zu schauen, nehmen wir sie mit in unseren redaktionellen Alltag. Das bedeutet: Smartphones wandern mit uns durch Stadt und Land, Kopfhörer begleiten uns auf dem Weg ins Büro, Wearables laufen über Wochen bei echten Aktivitäten mit – nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch beim Einkaufen oder auf Reisen. Nur so zeigt sich, wie Produkte im realen Leben funktionieren.

Unsere Alltagstests dauern in der Regel mindestens eine Woche, häufig deutlich länger. Je komplexer ein Gerät ist, desto mehr Zeit geben wir uns, um typische Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Bei smarten Home-Geräten testen wir oft mehrere Wochen, um Updates, Routinen oder Energieverbrauch besser bewerten zu können. Wichtig sind uns dabei vor allem Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit, Leistung im Alltag und ein Gefühl dafür, wie gut Produktversprechen tatsächlich eingehalten werden.

Der Unterschied zwischen einem Alltagstest und einem Labortest ist fundamental:
Ein Labortest misst unter kontrollierten Bedingungen. Er liefert exakte Werte wie Displayhelligkeit, Akkukapazität, Lautstärke oder Messgenauigkeit. Das ist wichtig – aber oft nur die halbe Wahrheit. Ein Alltagstest zeigt dagegen, wie sich ein Gerät anfühlt, wie intuitiv es ist, ob es nervt, begeistert oder überrascht. Dinge wie Tragekomfort, Software-Bugs, echte Akkulaufzeit oder Verhalten unter Stress lassen sich im Labor kaum realistisch abbilden.

Gerade deshalb bieten Alltagstests den meisten Menschen mehr relevante Informationen. Die Mehrheit unserer Leserinnen und Leser möchte wissen: Funktioniert das Produkt in meinem täglichen Leben? Lohnt sich der Kauf? Passt es zu meinen Gewohnheiten? Genau diese Fragen beantworten wir – praxisnah, ehrlich und mit viel Erfahrung aus der redaktionellen Nutzung heraus.

Über Sonja Angerer 1432 Artikel
Fachautorin und Redakteur. Bei Techsonar vor allem zuständig für die Bereiche Smartphone, Smart Home und Gadgets. Mit viel Erfahrung in Fachmagazinen, u.a Macwelt, Digifoto, Sign Pro Europe, Large Format und Fespa.com.

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