Monitor Lampe BenQ ScreenBar Halo im Test: DreamDesk revisited

Monitor Leuchte Benq ScreenBar Halo
BenQ Screen Bar Halo
Die BenQ ScreenBar Halo kommt in einer eleganten, flachen Schachtel.

Eine Monitor-Lampe steht wohl nur bei wenigen Leuten wirklich auf dem Wunschzettel. Bei mir auch nicht, aber die BenQ ScreenBar Halo hat sich im Test sich einen Platz auf meinem Schreibtisch erobert. Von Sonja Angerer

Was ist eigentlich ein Monitor Licht?

Eine Monitor Lampe ist eine schlanke LED-Lampe, die man oben an den Monitor hängen oder klemmen kann. Sie leuchtet dann den Schreibtisch. Man benötigt dort also keine weitere Lampe mehr, das spart Platz. Die BenQ ScreenBar Halo ist 65 Zentimeter lang und 40 cm tief.

Denn rückseitig ist ein Gewicht angebracht, mit der man die Lampe auf Monitoren mit einer Tiefe zwischen 0,7 bis 6 cm und Rahmenbreiten von mehr als 67 mm montieren kann. Das soll laut Hersteller sogar auf gebogenen Gamer-Monitoren möglich sein, ein passendes Zubehör-Teil aus Kunststoff liegt bei. Testen konnten wir das hier nicht. Aber auf meinem 27-Zöller wirkte die BenQ ScreenBar Halo super. Denn der Lampenschirm in Brain-Metallic passt perfekt zum Rahmen.

Warum brauche ich eine Monitor-Lampe?

Monitor Lampe von BenQ, Packungsinhalt
Die Screenbar wird über das USB-Kabel mit Strom versorgt.

Für mich ist die BenQ ScreenBar Halo tatsächlich ein großer Schritt zum meinem DreamDesk-Setup. Denn bisher gab es keine Schreibtischlampe. Ich habe nämlich schlicht kein Modell gefunden, das noch passen würde. Denn rechts neben dem Monitor gibt es schon eine relativ ausladende Halterung für mein iPad.

Das ist natürlich ein recht spezielle Anforderung. Doch es gibt tatsächlich einige Gründe, warum man sich eine Monitorbeleuchtung zulegen kann:

  • Verringerung der Augenermüdung
  • aufgeräumter Arbeitsplatz
  • zusätzliches Licht auf der Arbeitsfläche.
ZUbehör für Curved-Monitore
Das Monitor-Licht von BenQ lässt sich mit diesem Zubehörteil auch an gebogenen Monitoren befestigen.

Man kann die LED-Lampe für Monitore natürlich auch auf eine Trennwand oder Cubicle-Umgrenzung stecken. Das hintere Lampengewicht hat noch eine diffuse LED für Ambient Light eingebaut. Auch diese kann man einzeln ansteuern. Da empfand ich im Test vor allem abends als angenehm, wenn ich im fast dunklen Zimmer arbeitete.

Wie montiert man die BenQ ScreenBar Halo Monitor Lampe?

Die Lampe kommt fertig montiert, man muss sie nur noch auf die Oberkante des Monitors legen. Der kleine Puck in der Packung ist die Fernbedienung. Gespeist wir die Kampe über das USB-A-Kabel. Man muss sie dazu mit einem Netzteil verbinden, das mindestens 5V/1,5A leistet, sonst kann es zu Fehlfunktionen kommen. Die erforderliche Wattleistung entspricht zum Beispiel einem normalen Smartphone-Wandstecker ohne Schnellade-Funktion. Mein Lenovo-Monitor hat glücklicherweise hinten einen USB-A-Ladeport.

Drei AA-Batterien für den „Puck“, also die kabellose Fernbedienung, sind im Preis bereits inbegriffen. Sie verbindet sich nach dem Einlegen sofort mit der Screen Bar. Man sollte allerdings sicherstellen, dass die Fernbedienung mindestens 20 cm von der Lampe entfernt auf dem Schreibtisch steht. Sonst wird der Sleep-Modus zu oft beendet, das saugt die Batterie leer.

Von BenQ gibt es mehrere Modelle einer Screen Bar, unter anderem die BenQ ScreenBar e-reading Lamp (Test). Das vorliegende aktuelle Modell ist aber das einzige des Herstellers mit drahtloser Fernbedienung.

Wie hell ist LED-Monitor Leuchte von BenQ?

Benq: Rückwärtige Ambient-Leuchte an ScreenBar Halo
Die rückwärtige Ambient-Leuchte an der BenQ ScreenBar Halo.

Die BenQ ScreenBar Halo hat Bi-Color-LEDs eingebaut. Dass bedeutet, dass man die Farbtemperatur anpassen kann: Eher gelblich zum Entspannen, Kaltweiß für die Konzentration. Insgesamt werden Farbtemperaturen zwischen 2.700 und 6.500 K abgedeckt. Das gilt für die vordere LED-Leiste wie das diffuse Ambient-Licht hinten.

Obwohl man auf dem Drehregler in 100 Stufen abstimmen kann, lässt sich nummerisch keine exakte Kelvin-Zahl einstellen. Es gibt aber eine Automatik-Funktion, die das Licht aus der ScreenBar immer an die Umgebungsbedingungen anpasst und so ein besonders augenschonendes Arbeiten ermöglichen soll.

Ambient Lampe BenQ Monitor Leuchte
Die Ambient-Lampe der Monitor Lampe von BenQ seitlich gesehen.

Über die drahtlose Fernbedienung der Monitor-Lampe kann man außerdem wählen, ob man die vordere, die rückseitige, oder beide Lampen zusammen nutzen will. Die vordere Lightbar ist drehbar, so dass man wählen kann, ob das Licht eher auf den Monitor, oder direkt auf Tastatur oder Schreibtisch fallen soll.

Im Test war das Licht aus der BenQ ScreenBar Halo immer sehr angenehm und über die ganze Länge gleichmäßig. Es gab auch keine Spiegelungen auf dem matten Monitor. Wer einen hochglänzenden Screen verwendet, könnte hier aber Probleme bekommen.

Insgesamt wird der Kern-Arbeitsbereich von 70 cm x 42 cm von der Lampe mit mindestens 500 Lux ausgeleuchtet. Das wird als ideal für alle Tätigkeiten angesehen, für die man gutes Licht braucht. Also etwa schreiben oder basteln.

Soll ich mir die BenQ ScreenBar Halo kaufen?

Desktop mit Monitor Licht bei Nacht
Angenehmes Arbeiten bei Nacht mit der Monitor Lampe.

Die BenQ ScreenBar Halo ist eine Monitorlampe, die entwickelt wurde, um Ermüdungserscheinungen am Arbeitsplatz zu reduzieren, zusätzliches Licht auf die Arbeitsfläche zu bringen und dem Benutzer mehr Kontrolle über die Helligkeit des Lichts zu geben. Die Lampe ist einfach zu installieren und wird mit einer drahtlosen Fernbedienung geliefert.

Dream Desk mit iPad
Mit der LED Monitor Lampe dem Dreamdesk einen Schritt näher gekommen.

Mit einem Preis von knapp 170 Euro über Amazon (Affiliate Link) ist die BenQ ScreenBar Halo kein Schnäppchen. Wenn man sie sich allerdings leisten will / kann, bekommt man dafür nicht nur eine ziemlich schicke Zutat für ein absolut aufgeräumtes Traum-Desk. Sondern man arbeitet auch konzentrierter und schont dabei seine Augen. Natürlich kann man das rückwärtige Licht auch als „Fernsehlicht“ beim Gamen oder Filme gucken nutzen.

Für mich ist diese Monitor Lampe jedenfalls eines der seltenen Gadgets, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt, oder dass man sie brauchen könnte. Und die einem trotzdem schon beim ersten Mal Ausprobieren so ans Herz wachsen, dass man sie gar nicht mehr hergeben will…